Cottbus Donnerstag, 12 März 2020 von Redaktion / Presseinfo

Coronavirus: Keine neuen Infektionen bei LEAG. Weitere Schutzmaßnahmen getroffen

Coronavirus: Keine neuen Infektionen bei LEAG. Weitere Schutzmaßnahmen getroffen

Das Bergbau- und Energieunternehmen LEAG meldet vorerst keine Ausbreitung des neuartigen Coronavirus innherhalb der Belegschaft.  Nachdem sich ein Mitarbeiter mit dem Virus infiziert hatte, wurden die direkten Kontaktpersonen offenbar nicht angesteckt. Das haben die bisherigen Tests ergeben. Um einer möglichen Ausbreitung dennoch vorzubeugen und vor allem die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, hat das Unternehmen weitere Maßnahmen und Notfallpläne vor allem im Bereich der Leitstände auf den Weg gebracht. Anfang der Woche hatte die LEAG bereits alle Besucherzentren geschlossen sowie größere Veranstaltungen abgesagt.

Die LEAG teilte dazu mit:

Zusätzlich zur Einstellung des Besucherverkehrs an den Tagebau- und Kraftwerksstandorten der LEAG und zur Absage größerer Veranstaltungen hat das Lausitzer Energieunternehmen inzwischen weitere Vorsorgemaßnahmen umgesetzt, um mögliche kritische Auswirkungen der Ausbreitung des Corona-Virus auf die Energieversorgungssicherheit zu verhindern. 

Um auch beim Auftreten weiterer Infektionsfälle innerhalb der Belegschaft eine ununterbrochene Versorgung der drei Lausitzer Kraftwerke Jänschwalde, Schwarze Pumpe und Boxberg mit Braunkohle aus den benachbarten Tagebauen sicherstellen zu können, reagiert der unternehmenseigene Eisenbahnbetrieb mit einer Dezentralisierung der Fahrdienstleitung. Dadurch lässt sich eine mögliche Infektion und die zwangsläufig auch für Kontaktpersonen geltende Quarantäne auf kleine Einheiten beschränken, bei denen ein personeller Ersatz leichter möglich ist.

Auch in den Leitständen der Kraftwerke werden Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Bis auf Weiteres bleibt die personelle Besetzung der drei Schichten auf das jeweils gleiche Team fixiert, und damit auch das Risiko einer möglichen Infektion. Ein Austausch von Mitarbeitern zwischen verschiedenen Schichten findet nicht mehr statt. Zusätzlich wurden in allen Kraftwerken Bereitschaftsräume eingerichtet, in denen im Notfall Leitstandsbesatzungen übernachten und von möglichen Überträgern des Virus isoliert bleiben können.

Auch im Stromhandel, der IT, der Entwässerung, bei den Feuerwehren und weiteren kritischen Funktionen sind entsprechende Notfallpläne und -besetzungen aktiviert worden.    

Indessen liegt auch die Auswertung der Corona-Verdachtsfälle im Unternehmen vor. Nach dem Auftreten einer Corona-Infektion bei einem, derzeit in Quarantäne befindlichen Mitarbeiter der LEAG, haben die Virentests bei 28 LEAG-Kollegen, die als unmittelbare Kontaktpersonen von Corona-Infizierten in Frage kamen, keinen Nachweis einer weiteren Infektion ergeben. 

 

Bisherige Veröffentlichungen zum Coronavirus in Brandenburg

Brandenburger Großveranstaltungen stehen vor Absage, ebenfalls ist ein Kita-Betreuungsverbot für Rückkehrer aus Riskogebieten geplant (11.03.20)

BTU Cottbus-Senftenberg sagt alle Veranstaltungen ab (11.03.2020)

Coronavirus-Fall in Lübbenau. Klinik Niederlausitz mit Testaußenstelle (11.03.2020)

Cottbus meldet drei Coronovirus-Fälle (11.03.2020)

Die DEL hat die Eishockeysaison vorzeitig beendet. Die Lausitzer Füchse halten so die Klasse (10.03.2020)

In Elbe-Elster sind die ersten Coronavirusfälle in Sonnewalde und Elsterwerda aufgetreten (10.03.2020)

Der 22. Feuerwehrball in Forst wurde aus Angst vor einer Quarantäne der Einsatzkräfte abgesagt (10.03.2020)

Im Landkreis Spree-Neiße wurde ein zweiter Fall des Coronavirus festgestellt. Es handelt sich um eine enge Kontaktperson des ersten Falls in Forst. 23 Personen sind in Quarantäne. (10.03.2020)

Coronvirus-Fall in Neuzelle (Landkreis Oder-Spree) (10.03.2020)

Nachdem in Senftenberg eine Frau positiv auf das Coronavirus getestet wurde, liegen nun auch die Testergebnisse für 20 Kontaktpersonen vor. Sie befinden sich alle in häuslicher Quarantäne. (10.03.2020)

Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus hat die Stadt Senftenberg mitgeteilt, einige Veranstaltungen bis Ende März zu verschieben oder gänzlich abzusagen. (10.03.2020)

Carl-Thiem-Klinikum Cottbus richtet Coronavirus-Testzelt ein (09.03.2020).

Bestätigter Coronavirus-Fall am Klinikum Frankfurt/Oder (09.03.2020)

LEAG schließt Besucherzentren, Veranstaltungen abgesagt, Mitarbeiter betroffen (09.03.2020)

Update Coronavirusfall in Forst: Klinik richtet Abklärungsstelle ein, Landkreis stoppt Schuleingangsuntersuchungen (09.03.2020)

JobRegional-Messe in Cottbus abgesagt (09.03.2020)

Frau aus Senftenberg mit Coronavirus infiziert (09.03.2020)

Erste Coronafälle in OSL und SPN. Grenzkontrollen zu Polen (09.03.2020)

Landkreis OSL ruft zur Besonnenheit auf (07.03.2020)

Hamsterkäufe & Wucherpreise wegen Coronavirus: Ängsten & Überreaktionen begegnen am 07.03.2020

Corona-Status in Cottbus am 06.03.2020

Die Landesärztekammer fordert einen Schulterschluss im Kampf gegen das Virus

Am 06.03.2020 hat das Landesgesundheitsamt ein Bürgertelefon für Fragen eingerichtet.

In Brandenburg wurde am 03.03.2020 der erste Coronafall im Landkreis Oberhavel festgestellt.

Die Tests bei allen 104 Mitarbeitern des Tropical Islands, die mit einem Besucher aus Nordrhein-Westfalen Kontakt gehabt haben könnten, der mit dem Coronavirus infiziert ist, sind negativ ausgefallen.

Das Bildungs- und Jugendministerium hat am Montag (02.03.2020) alle Brandenburger Kita-Träger und Kitas, staatliche Schulämter und Schulen sowie Träger von Gemeinschaftseinrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe per Schreiben über die Verantwortlichkeiten in Sachen Coronavirus informiert.

Sonntag wurden zwei Patienten mit Verdacht auf das Coronavirus im Krankenhaus Lauchhammer getestet. Die Tests waren negativ

Am Wochenende (28.02.2020) berichteten Leser, dass teilweise lang haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Backmischungen aber auch Wasser und Toilettenpapier in Supermärkten und Einkaufszentren alle waren, da Kunden seit Donnerstag mit Hamsterkäufen reagierten.

Die Stadt Cottbus und das Carl-Thiem Klinikum haben sich auf das Auftreten des Virus vorbereitet, es gibt umfassende Hinweise zu präventiven Maßnahmen und Hotlines für Fragen. In Elbe-Elster befinden sich die Krankenhäuser mit dem Landkreis ebenfalls in Abstimmung. Auch die Barmer hat eine Corona-Infohotline geschaltet.

Die Unternehmen in Südbrandenburg spüren bereits Auswirkungen auf Produktions- und Lieferketten, wie die IHK Cottbus in einer Umfrage herausfand.

Red./Presseinfo

Foto: LEAG

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