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Cottbus Samstag, 07 März 2020 von Redaktion

Obenkino Cottbus im März: Kurzfilm-Programm und Gespräch

Obenkino Cottbus im März: Kurzfilm-Programm und Gespräch

In diesem Programm soll mit dem Mittel „Kurzfilm“ die Frau als Protagonistin ganz bewusst in den Vordergrund sämtlicher filmischer Darstellungen gerückt und in 8 Beiträgen verschiedene Rollenbilder, Probleme und Gefühlswelten sowie zahlreiche weitere Facetten des weiblichen Alltagslebens beleuchtet werden. Anschließend wird Barbara Teufel vom Pro Quote Film e. V. darüber sprechen, welche unausgewogenen Geschlechterverhältnisse zwischen Männern und Frauen aktuell in der Film- und Medienbranche bestehen, indem sie Ergebnisse aus der vom Verein in Auftrag gegebenen Studie „Gender & Film, Gender & Fernsehfilm“ vorstellt. In der daran anschließenden Diskussion soll es um die Auswirkungen einer männlich dominierten Filmbranche auf eine stereotype und oft auf Äußerlichkeiten reduzierte Darstellungsweise der Frau in Film & Fernsehen gehen und um die Frage, in welcher Form eine steigende Anzahl weiblicher Filmschaffender grundlegende Veränderungen in der Film- und Medienlandschaft herbeiführen könnte.

Das Filmprogramm:

 
Was bleibt Regie: Chiara Fleischhacker 2018, 8 Min
Am Ende ihrer Hochzeitsfeier hat sich die Braut Elaha mit ihren beiden besten Freundinnen im Badezimmer eingeschlossen, um ein künstliches Jungfernhäutchen einzusetzen, doch Elaha zögert. Die Uhr tickt, und das Badezimmer scheint immerzu kleiner zu werden.
 
Kleptomami Regie: Pola Beck 2017, 10 Min
Lucy hat es satt, die perfekte Mutter zu geben. In ihr brodelt es. Als ein Kaufhausdetektiv ihren Kinderwagen filzt, findet er mehr als er sich jemals hätte vorstellen können. Ein Film über die Absurditäten des heutigen Mamiseins.
 
Ich will Regie: Anne Isensee 2019, 2 Min
„Ich will“ laute Farben, bunte Musik und ein Gedicht, das eine Frechheit ist. Das Leben ist kein Wunschkonzert, dieser Film schon.
 
Wartezeit Regie: Clara Stern 2016, 11 Min
Der letzte Bus kommt später als gedacht. Anna wartet. Aber nicht allein. Die Straße ist still. Ihr Herz klopft.
 
Der Name des Sohnes Regie: Louis Delva, 2018, 10 Min
Tina und Fred ein Mittfünfziger-Paar auf der Suche nach dem schönsten Jungennamen. Vorschläge werden diskutiert und wieder verworfen. Für wen suchen die beiden so obsessiv?
 
Hot Dog Regie: Marleen Mayr, Alma Buddecke 2019, 8 Min
Hannah hat eine Hassliebe zu ihrer Vagina. Sie erzählt von ihrer Sexualität und wie sich diese mit der Zeit verändert hat. So wie in dem Moment, als sie die Vibrationsfunktion von ihrem PlayStation Controller entdeckte.
 
Super comfort Regie: Kirsikka Saari 2018, 15 Min
Taina bereitet in überschwänglicher Vorfreude auf den Besuch ihres Sohnes Eetu und seiner Freundin das perfekte Wochenende vor. Je mehr sie versucht gute Stimmung zu erzeugen, desto verhaltener werden die Gäste. Ein tragikomischer Blick darauf, wie einsam Familienleben sein kann.
 
Sisters Regie: Daphne Lucker 2018, 15 Min
Tänzelnden Schrittes bewegen sich die drei Schwestern Seite an Seite durchs Leben. Doch sie sind nicht alleine.
 
Filmvorstellung: Do 12.03. 19 Uhr
Nach der Filmvorstellung findet ein Gespräch mit Barbara Teufel (Pro Quote Film e. V.) statt.
Moderation: Jana Münkel
Eintritt: 6 €/4,50 € ermäßigt
 

Foto: interfilm Berlin

pm/red

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