Cottbus Mittwoch, 26 Februar 2020 von Redaktion

Cottbuser Weltmeisterin! WM-Gold im Teamsprint für Emma Hinze

Überraschung bei der Bahnrad-WM in BerlinQ Die Cottbuser Radsportlerin Emma Hinze (RSC Cottbus) und Erfurterin Pauline Grabosch holten im Teamsprint gemeinsam mit Lea Frierich (Dassow) den Weltmeistertitel vor Australien, die 2019 Weltmeisterinnen wurden und China! Russland folgte auf Platz 4, eigentlich waren sie Goldfavorit. Mit 32,163 Sekunden setzte sich das deutsche Duo auf den ersten Platz. Das junge Duo holte den ersten WM-Titel für Deutschland nach 2014, damals mit Kristina Vogel und Miriam Welte, erste verunglückte 2018 beim Training schwer in Cottbus und ist seitdem querschnittsgelähmt, ihre Radsportpartnerin Welte trat zurück. 

Der Goldlauf ist im Titelvideo zu sehen!

Emma Hinze (22), Pauline Grabosch (22) und Lea Friedrich (20), die in der Qualifikation fuhr, konnten diese Lücke beim Bund Deutscher Radfahrer (BDR) schnell schließen und ließen Fans und Teamkollegen in Berlin jubeln. 

Das Finale gestaltete sich spannend, mit 32,163 Sekunden setzten sie sich knapp vor Australien mit 32,384 Sekunden und China (32,371 Sekunden), die im kleinen Finale gegen Russland (32,466 Sekunden) gewannen. Die Deutschen Radsportlerinnen reisen damit als Favoriten zu den olympischen Spielen. 

Bei den Männern lief es nicht ganz so optimal. Eric Engler, Maximilian Levy und Stefan Bötticher verpassten die Finalläufe und landeten auf Platz sechs. Damit sicherten sie sich aber ebenfalls das Ticket für Olympia in Tokio.

Der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch gratuliert Emma Hinze und ihren Trainern zu WM-Gold: „Ein herausragender wie wunderschöner Erfolg für Emma Hinze, die deutschen Radsportlerinnen, den RSC Cottbus und die Sportstadt Cottbus/Chóśebuz“. Mein Glückwunsch gilt aber auch Emmas Heimtrainer in Cottbus, Aleksander Harisanow, er gilt ebenso Bundestrainer Detlef Uibel und allen, die sich in unserer Stadt um die Entwicklung und Förderung der Radsport-Talente kümmern.“ Der Erfolg just an dem Tag, an dem die Stadtverordnetenversammlung über die „Stadt des Sports“ debattiert, zeige die Vielfalt und die Exzellenz des sportlichen Niveaus in der Stadt und die Sportfamilie aus mehr als 140 Vereinen mit weit über 22.000 Mitgliedern. Die Sportstadt lasse sich nicht reduzieren auf den FC Energie Cottbus, dessen Ausstrahlung damit nicht geschmälert werden soll. OB Kelch: „Auch Leistungen und Erfolge wie die von Emma Hinze tragen den Namen unserer Stadt in die Welt. Die Stadt Cottbus/Chóśebuz wendet pro Jahr mehr als 6 Millionen Euro auf, um den Sport zu unterstützen und Sportstätten zu erhalten.“

Hintergrund:

Zum zweiten Mal nach 1999 ist das Velodrom an der Landsberger Allee in Berlin Schauplatz der Weltmeisterschaften. An den fünf Wettkampftagen fallen 20 Entscheidungen (Sprint, Keirin, Teamsprint, Zeitfahren, Einerverfolgung, Scratch, Omnium, Punktefahren, Madison, Mannschaftsverfolgung - jeweils für Frauen und Männer).

Bei den 89. Weltmeisterschaften im Oktober 1999 in Berlin waren 33 Nationen am Start. Für Deutschland erkämpften Gold Robert Bartko in der Einerverfolgung sowie Jens Fiedler im Keirin. Dazu gab es einen ersten Platz in der Mannschaftsverfolgung für Robert Bartko, Daniel Becke, Guido Fulst, Christian Lademann, Jens Lehmann und Olaf Pollack.

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