Cottbus Sonntag, 20 Oktober 2019 von Redaktion

Hartes Stück Arbeit. Energie Cottbus besiegt Chemie Leipzig 2:1

Hart erarbeiteter Sieg für Energie Cottbus. Zickert und Taz machen die Tore, Max Keßler kann für Chemie Leipzig zwischenzeitlich ausgleichen. Die Gäste haben Cottbus teilweise im Griff, Taz macht per Freistoß den Siegtreffer. Der FCE rückt auf Platz 3 vor. 

Stimmen zum Spiel von Jonas Zickert, Toni Stahl und Chemiespieler Benjamin Schmidt gibts in den Videointerviews weiter unten, die Spielzusammenfassung von #FCEnergieTV folgt

Zwölfter Spieltag in der Regionalliga Nordost, oben kristallisieren sich langsam fünf Teams heraus, die um die Spitze kämpfen und Energie konnte mit einem Sieg gegen Chemie Leipzig weiter Schritt halten, insbesondere mit Altglienicke und Hertha II, die im Gleischschritt vorne weg marschieren.

Die Gäste besiegten im letzten Ligaspiel ihren Stadtrivalen Lok Leipzig 2:0 und reisten mit Selbstbewusstsein in die Lausitz. Im Tor stand diesmal Toni Stahl, er sollte laut Verein Spielpraxis in der Regionalliga sammeln, Lennart Moser saß auf der Bank. Das Spiel startete rasant in Richtung Chemie-Tor. Die ersten zehn Minuten zog Cottbus wieder sein Powerplay auf, doch danach konnte Leipzig immer wieder den Spielaufbau stören und brachte das Wollitzteam aus dem Konzept. Mit einzelnen Kontern sorgten sie selbst für Gefahr, Stahl war aber auf dem Posten. Insgesamt flachte das Spiel mit fortlaufender Uhr immer weiter ab, was auch Pele Wollitz an der Seitenlinie sichtlich missfiel, doch er konnte bis auf lautstarke Anweisungen in Richtung seiner Spieler nicht viel ausrichten. Gute Tormöglichkeiten blieben auf beiden Seiten Mangelware, kurz vor der Pause verletzte sich Tobias Eisenhuth zudem noch, Orhan Yildirim übernahm für ihn.

Zu Beginn der zweiten Hälfte sahen die 8.102 Zuschauer wieder den Offensivdrang, den sie sich wünschen. Nach 54 Minuten jubelt der rot-weiße Teil des Stadions. Jonas Zickert hatte einen Querpass von Broschinski direkt genommen und ins lange Eck getroffen. Doch der Führungstreffer gab dem Team keine Sicherheit. Leipzig spielte schnell und kombinationsfreudig nach vorn, in den Zweikämpfen waren sie meist einen Schritt schneller und sie wurden in der 69. Minute für ihren Aufwand belohnt. Max Keßler kommt an der Strafraumgrenze zum Schuss und macht das 1:1. Die Gäste drücken in der Phase weiter, da holt Berkan Taz in der 74. Minute aus halblinker Position einen Freistoß raus. Er tritt selbst an und macht für seinen Verein das 2:1! Bellot im Leipziger Kasten war zwar noch dran, kann die Kugel aber nicht mehr entscheidend ablenken. Auch danach bleibt es ein sehr knappes Spiel, Chemie versucht zurück zu kommen und Energie den Sack zu zu machen. In der 81. Minute wäre es fast soweit gewesen, nach starker Vorarbeit von Brügmann knallt Broschinki den Ball an die Unterkante der Latte, doch er springt wieder raus. Toni Stahl auf der anderen Seite muss in der 84. Minute erneut retten.

Die Uhr tickt runter, Cottbus bringt den Sieg über die Zeit. Es war ein glücklicher Sieg, aber am Ende drei wichtige Punkte, denn Altglienicke und Hertha II siegen ebenfalls. Vorübergehend rückt der FCE vor auf Platz drei, Lok Leipzig spielt erst am Montag. Das nächste Ligaspiel ist beim SV Babelsberg, danach kommt Bischofswerda nach Cottbus.

Stimmen zum Spiel FC Energie Cottbus gegen BSG Chemie Leipzig:

Miroslav Jagatic: "Wir haben uns heute super verkauft. In den ersten zehn, fünfzehn Minuten waren wir zu ängstlich, aber danach haben wir uns gut bewegt. In der Halbzeit haben wir umgestellt und mutiger nach vorne gespielt. Nach dem Führungstreffer von Cottbus haben wir das Zepter in die Hand genommen und den Weg in die Tiefe gesucht. Dann kam eine Chance nach der anderen für uns. Mit dem 1:1 sind wir dran, normalerweise sage ich, da nimmst du hier einen Punkt mit, gerade wenn man durch eine Standardchance das Spiel verliert."

Claus-Dieter Wollitz: "Es war ein Arbeitssieg. Wir haben zuviel quer gespielt und teilweise zu lange gebraucht, um uns in Szene zu setzen, die Außenbahnspieler haben nicht stattgefunden. Die Leipziger haben mannorientiert verteidigt, da gibt es immer Räume, aber das haben wir nicht genutzt. In einem Heimspiel muss man das anders spielen. Zum Torwartwechsel, wir haben zwei junge Torhüter die ausgeliehen sind. Wir wollen beiden Spielpraxis geben, es gab keinen Grund, Lennart Moser rauszunehmen und nach dem Spiel in Stahnsdorf wollten wir ihm heute auch die Möglichkeit geben. Für Lennart Moser ist es nicht einfach, wir sind aber in guten Gesprächen mit ihm und Toni Stahl."

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