Cottbus Samstag, 03 August 2019 von Redaktion

Videopodcast #1 - Mammutprojekt CTK Cottbus auf dem Weg zur digitalen Uniklinik

Das Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus hat viel vor. Im Zuge des Strukturwandels stehen große Veränderungen im größten Klinikum Brandenburgs an, aber auch aktuelle Herausforderungen wie die Ausbildung künftiger Pflegekräfte und die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung auf dem Land stehen auf der Tagesordnung. Zusätzlich soll in den kommenden Jahren aus dem Klinikum ein Universitätskrankenhaus werden, das die Erhaltung von Abteilungen im Haus sowie den massiven Ausbau von Arbeitsplätzen und Gebäuden bedeutet. Die Entwicklung am CTK ist die größte Einzelmaßnahme, die im Zuge des Strukturwandels realisiert werden soll. Insgesamt sind 1,1 Milliarden Euro für die Erschaffung des Universitätskrankenhauses mit jährlich 100 Medizinstudenten sowie des Projekts "Digitales Krankenhaus 4.0", das deutschlandweiten Vorbildcharakter bekommen soll, vorgesehen. Voraussetzung für die Pläne ist das vom Bund geplante Strukturmaßnahmengesetz, das im September verabschiedet werden soll.

Den Videopodcast gibt es im Titelvideo.

Um einen Überblick über die vielen kurzfristigen und langfristigen Pläne am Carl-Thiem-Klinikum zu bekommen und zu behalten, haben wir uns mit CTK-Geschäftsführer Dr. Götz Brodermann zu einem ausführlichen Videopodcast getroffen, um über aktuelle Aufgaben wie die neue betriebsnahe Kita am Gesundheitscampus und Tarifverhandlungen aber auch über künftige Projekte wie Telemedizin, digitales Krankenhaus und die Entwicklung zu einem Universitätsklinikum zu sprechen. "Das ist wie ein Sechser im Lotto mit Zusatzzahl, beim Super-Jackpot" bezeichnete Brodermann im Interview die jetzige Situation. Bis zu 4.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze sollen mit allen Maßnahmen entstehen, was als eine große Chance für die Stadt und Region gesehen werden kann.  Auch die Bekanntheit des Krankenhauses wird durch die Aufwertung als Universitätsklinik zunehmen, was Ärzte und Professoren anlockt. Bodermann dazu:  "So stelle ich mir das in fünf Jahren für Cottbus vor, so dass jeder sagt: Cottbus klar - Uniklinik".

Aber auch aus Altem soll Neues werden. So steht der Altbau im Fokus, der künftig für die ambulante Versorgung von Patienten umgebaut werden soll. Dafür sind weitere Neubauten auf dem Gelände geplant. Götz Brodermann skizziert die Vision für das Haus bis 2040. Bereits in diesem Jahr werden die zwei neuen Linearbeschleuniger für eine verbesserte Strahlentherapie in Betrieb gehen. Dabei liegt die Gesamtinvestion bei rund 13 Millionen Euro. Ebenfalls werden zwei neue Hybrid-OP-Säle entstehen. Auch in der neuen Augenklinik investiert das CTK in drei neue OP-Säle, die im Frühjahr 2020 in Betrieb gehen sollen. Ebenso wird die Nuklearmedizin mit neuen Geräten aufgerüstet.

Was noch alles besprochen wurde und warum der Gesundheitsstandort Cottbus "geil" ist, seht ihr im Videopodcast #1. Schaut rein.

red

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