Cottbus Mittwoch, 08 Juli 2015 von Redaktion

Keine Sommerpause beim Fanprojekt. Streetsoccer-Cup und Fancamp

Keine Sommerpause beim Fanprojekt. Streetsoccer-Cup und Fancamp

Es ist Sommerpause im Fußball. Nach dem Urlaub bereiten sich die Profis von Energie Cottbus langsam auf die bevorstehende Saison vor. Doch bis zum ersten Spieltag vergehen noch zwei Wochen. Sommerpause – das ist schon fast ein Fremdwort für das Fanprojekt Cottbus. Stadtfest, Kiebitztag, Streetsoccer-Cup, CSD-Aktionwoche und das Fancamp in den Sommerferien müssen vorbereitet und durchgeführt werden. „Für uns ist der Sommer eine ebenso aktive Zeit wie der restliche Saisonzeitraum“ sagt Sven Graupner vom Fanprojekt.

Der morgige Donnerstag, den 9.Juli, ist dafür ein gutes Beispiel. Am Vormittag kommen über 50 Schüler und Schülerinnen in den Jugend- und Fantreff „Kickerstube“ in der Mauerstraße 7. Unter dem Motto „Wenn Mädchen Fußball spielen und Jungs Ballett tanzen …“ beschäftigen sie sich im Rahmen der CSD-Aktionswoche mit den Themen Homophobie und Geschlechteridentität – Respekt und Toleranz anderen gegenüber.

Am Nachmittag startet um 15 Uhr das Finale des Streetsoccer-Cups auf dem Oberkirchplatz. "In den vergangenen Wochen waren die Mitarbeiter des Fanprojekts mit unserer mobilen Streetsoccer-Anlage wie jedes Jahr an den Cottbuser Schulen unterwegs. Dort wurden die Finalteilnehmer jeweils in den Jahrgängen der 7. Und 8. Klassen in der Vorrunde auf den Schulhöfen ausgespielt", erklärt Sven Graupner. Im Finale am Donnerstag treffen nun die besten Klassen von sechs verschiedenen Schulen aufeinander. Den Streetsoccer-Cup gib es seit 2007. Die erfolgreichste Schule ist bisher die Sachsendorfer Oberschule, die vier Mal das Finale für sich entscheiden konnte. Die Paul-Werner-Oberschule und die Theodor-Fontane-Gesamtschule folgen mit je drei Titelgewinnen dicht dahinter.

Fancamp der Kickerstube 2014; Foto: Jugendhilfe CottbusDa in der kommenden Woche die Sommerferien beginnen, laufen auch im Fanprojekt intensive Vorbereitungen. Das Fancamp mit Jugendlichen aus anderen Fanprojekten findet vom 27. Juli bis 1. August statt. Gezeltet wird auf dem Strombadgelände nahe dem Stadion der Freundschaft. Eine Woche treffen sich hier Mädchen und Jungen im Alter von 14 bis 17 Jahren und erkunden gemeinsam Stadt und Region. Die „Tour de Cottbus“ am 28. Juli sowie Kanuausflüge auf der benachbarten Spree zählen natürlich zum Programm der Jugendbegegnung. Das Fancamp bietet den Jugendlichen außerhalb des Fußballsports eine gute Möglichkeit die jungen Fans anderer Vereine persönlich näher kennenzulernen. Das baut Vorurteile gegenüber anderen ab und gibt Einblicke in die Alltagswelt Gleichaltriger. Dabei kommen oft auch Gemeinsamkeiten zutage, die einander näherbringen. In diesem Jahr haben sich bereits die Fanprojekte aus Paderborn und Leverkusen in Cottbus angekündigt.

Zu den weiteren Ferienangeboten des Fanprojektes zählt in diesem auch die Tagesfreizeit „Spiel und Spaß im Strombad“. Vom 17. bis 21. August können Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren täglich von 10 bis 15 Uhr an gemeinsamen erlebnispädagogischen Aktivtäten teilnehmen. Geplant sind verschiedene dynamische Gruppenspiele, Bastel-Workshops, der Bau von Vogelhäusern und Nistkästen, ein witziges Sportfest und ein gemeinsamer Flossbau für eine Tour auf der Spree.

Informationen zu den Aktivtäten und Ferienangeboten des Fanprojektes gibt es auf www.jhcb.de, telefonisch unter 0355 38 17 826 oder direkt im Jugend- und Fantreff der „Kickerstube“ beim Fanprojekt Cottbus in der Mauerstraße 7.

Das Fanprojekt Cottbus arbeitet seit 1998 nach den sozialpädagogischen Richtlinien des Nationalen Konzepts Sport und Sicherheit. Sven Graupner ist Teamleiter der Sozialpädagogen / Sozialarbeiter im Cottbuser Fanprojekt und zugleich Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte. Die Jugendhilfe Cottbus e.V. hat als Träger das Fanprojekt konzipiert und stetig weiterentwickelt.

Hintergrund: Jugendhilfe Cottbus e.V. und Jugendhilfe Cottbus gemeinnützige GmbH sind anerkannte Träger der freien Jugendhilfe in Cottbus. Im Trägerverbund betreiben sie das Familienhaus Cottbus mit offenen Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit(*1,*2), mit einer Erziehungs- und Familienberatungsstelle(*1), mit der Kindertagesstätte Reggiohaus Emilia und mit ambulanter Familienhilfe ("Flexible Hilfen"). An anderen Orten in Cottbus werden der Kinder- und Jugendnotdienst, das Strombad(*1,*2), der AktivSpielPlatz(*1,*2), betreutes Wohnen, die Kindertagesstätte Familienkita und das Fanprojekt mit dem Jugend- und Fantreff "Kickerstube"(*1,*2,*3) betrieben. Weiterhin engagieren sich Streetworker(*1,*2) auf der Straße für die Belange der Jugendlichen, der Träger ist auch Ansprechpartner für den Europäischen Freiwilligendienst(*4).

1 - gefördert durch die Stadt Cottbus
2 - gefördert durch das Land Brandenburg
3 - gefördert durch Deutschen Fußballbund
4 - gefördert durch die Europäische Union

Fotos: Jugendhilfe Cottbus

Das könnte Sie auch interessieren