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NIEDERLAUSITZ aktuell

Jörg Steinbach: „Die BTU ist mehr als sie selbst weiß“

16:00 Uhr | 3. Oktober 2014

Benjamin Andriske
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Herr Professor Jörg Steinbach ist seit 17.07.2014 neuer Präsident der BTU Cottbus-Senftenberg. Wir trafen ihn für ein Interview.

Was haben Sie sich für Ihre Amtszeit vorgenommen?

Wir sind ein neuartiger Universitätstypus. Man könnte es vielleicht mit der Leuphana Universität in Lüneburg vergleichen, aber diese ist keine technische Universität. Wir machen wir hier etwas Einzigartiges. Dabei stehen wir nicht nur unter einer inneren Erwartungshaltung, sondern auch unter äußerer Beobachtung. Es wird geschaut, wie erfolgreich sich diese Universität entwickelt. Ich möchte für die BTU eine Wahrnehmung haben, die von Studierenden und deren Eltern als lohnenswert eingestuft wird. Wir haben die berufsorientierten und forschungsorientierten Studiengänge unter einem Dach und bieten damit ein einzigartiges Angebot für Studieninteressierte an. Forschung spielt eine große Rolle, da wollen wir das Renommee und die Aktivitäten weiter steigern. Das Ziel ist es, unterhalb der großen TU9 als ernstzunehmender Wettbewerber wahrgenommen zu werden.

Wie wollen Sie dabei uniintern vorgehen?

Viel, viel reden! Ich gehe durch alle Dekanate und Institute, mein Terminkalender ist voll damit. Ich will sowohl die Menschen kennenlernen als auch die Ausstattung sehen, das gibt mir ein Gefühl, wieviel Potential da ist. Mein Eindruck aus den ersten Tagen ist, dass einige Kollegen noch nicht wahrgenommen haben, dass sie mit den ganzen Investitionen der letzten Jahre in einer durchaus privilegierten Situation arbeiten. Da suchen sie bundesweit ihresgleichen, das wird auch Teil meiner Arbeit sein, dieses bekannt zu machen.

Heißt das weiter Experimentieren mit der Universität?

Eine Universität ist von sich heraus ein dynamisches Wesen. Wenn wir eine Stufe abgeschlossen haben, fängt die nächste schon wieder an. Wenn sich eine Uni in der Qualität der Forschung und der Ausbildung nicht ständig anpasst, bleibt sie stehen und verliert. Für Experimente habe ich keine Zeit, ich habe eine klare Vorstellung, wo ich hin will. Am Anfang habe ich der Universität klar gesagt, worauf sie sich mit mir einlässt. Die Uni weiß, was ich im nächsten Vierteljahr vorhabe. Dabei wird es Modifikationen und einen Diskussionsprozess geben, aber keine Experimente. Ich muss jetzt nur sehr zielstrebig das auf den Weg bringen, was ich vorher angekündigt habe.

Wie wollen Sie die BTU auf dem Weg mitnehmen?

Ich suche derzeit stark den Kontakt zu allen Kolleginnen und Kollegen. Daraus mache ich eine eigene Landkarte, die mithilfe der Beauftragten an meiner Seite erstellt wird. Die neuen Präsidiumsmitglieder müssen diese Ideen natürlich mittragen. Diese Landkarte werde ich mit dem akademischen Senat und den Dekanen diskutieren. Ich erhoffe mir aber für das nächste Vierteljahr, dass dieser Prozess bis dahin abgeschlossen wird. Dann folgen 3 Monate gesamtuniversitärer Diskussion. Dann bin ich definitiv bereit, Änderungswünsche entgegen zu nehmen, da ich als Neuankömmling nicht alles richtig sehen kann. Da werden vielleicht 20% der Ideen nochmal diskutiert und verändert. Ich hoffe, dass wir bis zum Start des nächsten Sommersemesters mit dem neuen Plan dann an den Start gehen können.

Die ursprüngliche Idee der Neuausrichtung war der Fokus auf Energie und Umwelt, was ist davon übrig?

Das Thema Energie ist gesetzt, in unterschiedlichen Facetten im natur-, ingenieur- und wirtschaftswissenschaftlichen Bereich. Allerdings ist das Thema Energie natürlich ein Riesenthema und es ist unmöglich alles abzudecken. Unsere Aufgabe ist es, Themen herauszusuchen und umzusetzen, in denen wir besondere Kompetenzen haben. Dabei sind zum Beispiel tagesaktuelle Themen, wie die Speichertechnik und der Umgang mit den Netzen bei uns mit großen Erfahrungen besetzt und wir können darauf aufbauen. Wir wollen Nischen prominent ausfüllen und suchen uns auch außeruniversitäre Partner, um Forschung betreiben zu können, die die wissenschaftlich arbeitende Welt wahrnimmt.

Umwelt ist auch ein Thema, aber da weiß ich noch nicht, wie es sich konkret gestalten wird. Es gibt in den Geowissenschaften einen großen Bereich, wie zum Beispiel das Naturlabor Hühnerwasser und den Umgang mit der Braunkohle. Da gibt es nur noch zwei weitere Stätten in der Welt und wir müssen daraus was machen. Pharmazeutisch orientierte Biotechnologie und weitere Bereiche aus den Gesundheitswissenschaften werden auch ein Thema sein.

Wie stehen Sie zur Thematik Braunkohle und welche Potentiale ergeben sich für die BTU?

Ich habe mir noch keine abschließende Meinung dazu gebildet. Meine Wahrnehmung ist so, als ob wir die Wahl zwischen Pest und Cholera haben. Entweder sprechen wir uns für die Braunkohle und für die entsprechende Forschung aus, dann ist es ein Thema der Arbeitsplatzsicherung in der Region, fährt man aber mal zum Tagebau raus und beobachtet die Abraumbewegung, dann tut es einem im Herzen weh, was man der Umwelt antut. Setzt man aber den Umweltschutz in die oberste Priorität, weiß man, was arbeitsplatztechnisch hier passiert. Ich sehe als Neulausitzer bislang nur die Problematik von zwei komplett gegenläufigen Anforderungen, die sich nicht unter einen Hut bringen lassen.

Werden Sie persönlich zwischen Berlin und Cottbus pendeln?

Ich habe bereits eine Wohnung in Cottbus, reise Sonntagabends an und fahre, wenn keine Termine anstehen, Freitagnachmittag wieder nach Berlin. Mit den Bürgermeistern der beiden Städte habe ich bereits gute Gespräche geführt, so dass wir neu Berufenen vielleicht ein Gesamtpaket anbieten können, damit die Kollegen sehen, dass es attraktiv sein kann, hier den Lebensmittelpunkt aufzuschlagen. Das ist meine Anforderung an Neuberufungen, das hilft die Identifikation mit Stadt und Universität zu stärken.  Das versuche ich auch als Vorbild zu leben.

Sie waren vorher Präsident der TU Berlin, wie war ihr Außeneindruck der BTU?

Ein völlig falscher! Mit aller Altberliner Arroganz haben wir den Cottbuser Campus als attraktiven Satellitenstandort der TU Berlin gesehen und diskutiert. Dies war in meinen Augen ein Fehler, denn niemandem ist im Bewusstsein, dass diese Institution in den letzten 20 Jahren so aufgebaut wurde, dass es in Deutschland kaum einen vergleichbar attraktiven Standort gibt. Wenn es uns gelingen würde, allen Studieninteressierten einen physischen Einblick in diese Gegebenheiten zu geben, wäre die Wahrnehmung der Möglichkeiten hier ein völlig anderer. Ich bin innerlich mittlerweile davon überzeugt und habe meine Meinung komplett geändert, das gilt für Senftenberg wie für Cottbus. Bei meinen Besuchen habe ich Labore und Ausstattungen gesehen, da würden sich einige meiner ehemaligen Kollegen die Finger danach lecken. Andersrum würde ich gern mal einige der hier ansässigen Kollegen an andere Standorte mitnehmen, um ihnen zu zeigen, an welch privilegiertem Standort sie arbeiten. Für die Studierenden gilt das gleiche, das Semesterticket könnten sie nutzen, um in Berlin oder Dresden ihren kulturellen Durst auszuleben und in Cottbus zu studieren und zu leben.

Ist die BTU also ein Hidden Champion der Wissenschaftslandschaft?

Noch nicht, aber das sollte unser Ziel sein. Dies ist durch die ganze Diskussion in den letzten Jahren etwas verloren gegangen.  Da müssen wir wieder Geschwindigkeit aufnehmen, um die Position zu erreichen und dann auch das Versteck  zu verlassen.

Sind die drei Standorte auf Dauer gesichert?

Es ist eine schwierige Frage, aber für mich ist die Standortfrage momentan nicht das Hauptthema. Wenn wir es schaffen, mit Einsatz von Medien die Distanzen zu verkleinern, sehe ich durchaus dafür Chancen. An der Humboldtuni hat man es geschafft, dass Vorlesungen an einem Standort physisch stattfinden und an einem anderen Ort in einer Qualität übertragen werden, dass es egal ist, ob der Dozent körperlich anwesend ist. Hier müssen wir weiter zulegen, um rein geografische Entfernungen zu verringern. Es wird auch nicht dazu kommen, dass die Studierenden pendeln werden. Wenn, dann könnte ich mir vorstellen, dass es für Lehrende Campustage geben wird, wo sie genau wissen, dass sie am Tag A in Cottbus sein werden und am Tag B in Senftenberg.

Wo sehen sie kurzfristig das größte Potential?

Es gibt aus meiner Sicht drei Dinge. Wir sind infrastrukturell so ausgestattet, dass es uns in naher Zukunft gelingen sollte, renommiertere Berufungen durchführen zu können, was zum guten Ruf der Uni maßgeblich beitragen wird. Weiterhin müssen wir unser Alleinstellungsmerkmal deutlich machen: Nur die BTU Cottbus-Senftenberg kann in Deutschland  unter einem Studiengang zwei Abschlüsse anbieten. Entweder berufsorientiert oder forschungsorientiert. Die Studierenden können sich während des Studiums für den einen oder anderen Weg entscheiden oder wechseln. Damit gibt es zum Beispiel keinen Verlust beim Bafög, da es kein neues Studium ist. Die jungen Menschen müssen sich nicht schon vor Beginn des Studiums für einen Weg entscheiden, sondern können noch während des Studiums wechseln. Das sollte uns einen kurzfristig umsetzbaren Vorteil verschaffen. Hinzu kommt der duale Weg der Ausbildung zusammen mit der regionalen Wirtschaft.

Wie bewerten Sie die Durchlässigkeit der Ausbildung an der BTU auch für Nichtabiturienten?

Wir sind eine Universität, die auf Spitzenniveau ausbildet. Das Bestehen des Bildungsweges hängt bei uns von der individuellen Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Menschen ab, nicht von seiner Vorgeschichte. Hier ist Aufklärungsarbeit notwendig durch Politik und von uns.

Was ändert sich unter Ihnen für Studierende?

An mir persönlich hängt ja relativ wenig. Ich versuche mit meinem Wissen und meiner Erfahrung der Universität zu dienen. Das ersetzt nicht die Arbeit der Kollegen in den Fakultäten. Das Schöne an einem Präsidentenjob ist, dass ich mich nach außen mit den Federn, die die Kollegen tagtäglich erarbeiten, schmücken kann, obwohl ich nicht eine Minute im Labor dazu beigetragen habe. Durch das, was ich praktisch hier erreiche, erwerbe ich mir hoffentlich eine Autorität, die nicht automatisch durch das Amt gegeben ist. Ich möchte für alle ansprechbar bleiben. Es wird eine Sprechstunde geben, bei der sich jeder, vom Pförtner über die Studierenden bis zum Professor, anmelden kann, um mit mir zu Kontakt aufzunehmen.

Wie steht es um die DFG Mitgliedschaft?

Ich werde alle Hebel in Bewegung setzen, um dies in meiner Amtszeit zu erreichen. Dazu werde ich nochmal Gespräche mit der DFG-Leitung führen, um die Gründe der Vertagung zu erfahren. Ich versuche ein Signal seitens der DFG zu bekommen, ob durch die Umsetzung meiner Strategie eine Mitgliedschaft möglich ist, das wäre ein weiterer Schritt zur angestrebten Stellung als Leuchtturm in der Region.

Derzeit leiden gerade die wissenschaftlichen Mitarbeiter unter Bedingungen, die eine langfristige Familienplanung kaum zulassen, was sagen Sie ihnen?

Ich lehne mich da aus dem Fenster und sage, gebt mir 1 ½ Jahre Zeit. Mit dem Haushalt 2016 werden wir ihn von Anfang des Jahres an bewirtschaften können und von diesen ganzen Interimslösungen wegkommen. Diese Zeit brauchen wir, um strukturell umsteuern zu können. Im Jahr 2015 sollen die Fakultäten schon im Dezember wissen, mit wie viel Geld sie im nächsten Jahr rechnen können und das wird dann auch die Vertragssituationen für den akademischen Mittelbau auf andere Füße stellen.

Wie viele Lehrstühle wird es in Zukunft geben?

Es ist ein Wechselspiel, wir werden unsere Struktur anpassen müssen. Die derzeitigen Planstellen von derzeit 220 werden wir nicht aufrechterhalten. Das ist aber auch gut so, denn für die, die bleiben, ist dann mehr möglich und es macht die Uni attraktiver für Neuberufungen bei der Ausstattung an wissenschaftlichen Mitarbeitern. Für den einzelnen Betroffenen eines wegfallenden Lehrstuhls ist das sicher nicht schön, aber wie ich eingangs schon sagte, durchleben wir eine ständige Veränderung und unter mir wird es eine Konzentration geben. Für die, die dann bleiben, hoffe ich dadurch deutlich attraktivere Arbeitsbedingungen zu schaffen. Das Betreuungsverhältnis für die Studierenden wird immer noch signifikant über dem anderer Hochschulen bleiben.

Wie stellen Sie sich die Verzahnung von Uni und Wirtschaft vor?

Eine technische Universität, die keine enge Kooperation mit der Wirtschaft hat, verfehlt ihren Job. Es ist eine Balance, denn wir müssen die Grenze finden zwischen der verlängerten Werkbank der Industrie und der Freiheit der Forschung. Für junge Menschen ergeben sich Perspektiven durch die Kooperation mit der Wirtschaft, die wir nicht ignorieren sollten. Diese Universität muss eng mit der regionalen Wirtschaft kooperieren, aber auch nicht ansässige Unternehmen müssen wissen, dass sich hier ein hervorragendes Kompetenzzentrum befindet für gut ausgebildete Fachkräfte und Forschung.

Die Identifikation der Studierenden hat in den letzten Jahren gelitten, wie wollen Sie das wieder ändern?

Kurzfristig wollen wir einen Unishop etablieren, der zum Beispiel T-Shirts anbietet und ich würde mich freuen, wenn alsbald möglich viele damit rumlaufen. Weitere Maßnahmen sind geplant, aber nicht gleich sofort.

Wie kann die Region von der BTU profitieren?

Wenn uns das gelingt, was ich als Vision vorhabe, dass diese Universität einen dritten Lebensweg mit anbietet, nämlich den in die eigene Selbstständigkeit, dann profitieren alle in der Region. Wir müssen dafür das Umfeld schaffen, denn Studierende haben meist schon vor Abschluss ihres Studiums hervorragende Ideen.

Also soll die BTU nicht nur Businesspläne schreiben lassen, sondern diese auch realisieren?

Richtig, da müssen wir ihnen auch ein geschütztes Umfeld anbieten, das geht zusammen mit den Städten und dem Land Brandenburg. Ich habe mit unterschiedlichen Leuten darüber gesprochen und die Signale, die zurückkamen waren so, dass alle froh darüber sind, dass wir dieses Thema endlich angehen. Wir müssen es schaffen, jungen Menschen mit verrückten Ideen den Mut zu geben, diese auch auszuprobieren. Das ist ein wenig auch eine deutsche Mentalitätsfrage. Bei uns gilt scheitern als Makel, woanders bekommt man ein Schulterklopfen und wenn man dreimal gescheitert ist, klappt eben der vierte Versuch. Hier müssen wir aber auch auf die Vorgaben des Landes achten und unsere Freiheitsgrade vielleicht ein wenig ausbauen.

Warum sollten Studenten in die Lausitz kommen?

Weil es eine tolle Gegend ist, weil es eine tolle Uni ist und weil das kulturelle Angebot einerseits vor Ort ist, aber im Zweifel auch nur einen Steinwurf entfernt.

Wo sehen Sie die BTU 2020?

Wir haben unsere Studierendenzahlen erhöht. Wir haben einen Forschungsetat, der etwa beim dreifachen vom heutigen liegt, also etwa 80 Mio. Euro, oder es muss mindestens zu erkennen sein, dass dieses Volumen im Bereich des Erreichbaren ist.

Was war bisher ihr schönstes „Aha“ Erlebnis?

Der allererste Tag im April, als ich zum ersten Mal an der BTU war und ich vom Parkplatz über die  Promenade der Konrad-Wachsmann-Allee ins Hauptgebäude gegangen bin. Da habe ich mich umgeschaut und sofort gedacht „das ist ein Ort, an dem ich gerne arbeiten möchte.“

Wir bedanken uns für die Zeit und wünschen viel Erfolg!

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