Während der Pressekonferenz merkte man Stephan Schmidt seinen Willen an, den Bock endlich umzustoßen und mit der Mannschaft das zu zeigen, wozu sie am Anfang der Saison im Stande war – Spiele üebrzeugend gewinnen! Aber letztlich steht nicht er auf dem Feld sondern elf Spieler. Um sie auf Kurs zu bringen nutzte Energie die Winterpause mit Trainingslager und fünf gewonnenen Testspielen.
„Die Jungs sind heiß und in den Startlöchern. Mehr Tempo, bessere Physis, mannschaftliche Geschlossenheit – und das haben wir in der Vorbereitung gelebt. Die Vorbereitung war intensiv aber auch mit einer gewisser Lockerheit und Freude. Wir wollen das Freitag auf dem Platz zeigen.“ War seine Zusammenfassung der vergangenen Tage.
Hätte man letzte Saison über Sandhausen noch gelächelt kommt nun die zweitbeste Abwehr der Liga in die Lausitz. „Sie schießen zwar nicht viele Tore aber sind sehr effizient. Das sehr schnelle Umschaltspiel mit schnellen Spielern über die Außen sind ihr Markenzeichen.“ so Schmidt. Das Ergebnis ist das gesicherte Mittelfeld in der Tabelle. Einem Überrennen erteilte Schmidt aber gleichzeitig eine Absage: „Wir müssen geduldig mit kühlem Kopf spielen und werden sie nicht in den ersten 15 Minuten überrennen. Wir sind vorbereitet darauf und die nächsten zwei Tage wollen wir durchatmen um Freitag Vollgas zu geben.“
„Gelungener Auftakt gegen Sandhausen ist sehr wichtig“, sagt Schmidt, gleichwohl er klar macht, das es nur eins von fünfzehn Spielen ist. „Wir gehen mit einem besseren Gefühl in das erste Spiel nach der Pause als in das Letzte vor der Pause. Die Körpersprache und das Selbstvertrauen sind anders. Wir haben Druck, aber wir müssen mit einer gewissen Lockerheit reingehen, beides spürt man im Team.“
Auch Armin Affanes Leistung in der Vorbereitung ist nachhaltig in Erinnerung geblieben. „Er hat den nächsten Schritt gemacht, die Integration hat vollends geklappt. Er hat Freude im Team und ist sehr wichtig für uns. Man hat es letzten Freitag gesehen, er kommt rein und kann sofort seine Stärken im Spiel ausspielen.“
Der neue Co-Trainer Jörg Böhme hat laut Schmidt seine Erwartungen mehr als erfüllt. “ Ich bin mit gewissen Erwartungen über Jörg Böhme an die Arbeit gegangen, die sind übertroffen worden. Er strahlt seine Erfahrung aus und das Team nimmt es gut an.“
Derweil ist auch der Vorverkauf gut angelaufen, der Verein erwartet mehr als 10.000 Fans. Für das Wetter, das Spiel und insbesondere die Tabellensituation ist das im Vergleich zu anderen Jahren sehr gut.
Verletzt fehlen wird Ivica Banovic, er hat sich am Knie verletzt. Charles Takyi hat die Klimaumstellung von warm auf kalt nicht gut verarbeitet und fällt wegen einer Erkältung ebenfalls aus. Dagegen sind Sanogo und Fetsch fit und einsatzbereit.
Nun zählen keine Ausreden mehr, die Elf muss auf dem Platz zeigen, dass sie siegen will und kann. Sonst gehen die Zweitligalichter bald aus in der Lausitz.
Das Spiel gegen den SV Sandhausen findet am Freitag, den 07.02.2014 um 18:30 Uhr statt.




