Cottbus Samstag, 31 August 2013 von Ingo-Wolfgang Richter

Jennifer Hnyk: „Ich war zwar keine Schülersprecherin, aber ich habe mir nie etwas sagen lassen wollen.“

Jennifer Hnyk: „Ich war zwar keine Schülersprecherin, aber ich habe mir nie etwas sagen lassen wollen.“

Derzeitig wird im Rahmen der bevorstehenden Bundestagswahl, viel über die mögliche Zukunft der jüngeren Mitbürger argumentiert und debattiert. Trotz aller wirtschaftlichen und regional-politischen Probleme, gibt es in der Niederlausitzer Region immer noch junge Mitmenschen, welche sich als „Macher/innen“ etablieren! So auch die aus Forst (Lausitz) stammende Jennifer Hnyk, welche sich mit ihren 21 Lebensjahren, für eine selbstständige Tätigkeit in der freien Wirtschaft entschieden hat. Im persönlichen Gespräch mit der Fotografin Jennifer Hnyk, zeigten sich neue Perspektiven und Möglichkeiten auf, den zukünftigen Arbeitsmarkt für kreative Menschen zu öffnen. Am morgigen 1. September 2013 eröffnet Jennifer Hnyk ihr erstes Büro. In der Berliner Straße 133 wird fortan ein ganz neuer Service geboten.

Ich sprach heute mit Jennifer Hnyk, um mehr über ihr neues Unternehmen „Grafik Foto Lounge“, ihrem bisherigen Werdegang und die zukünftigen Konzepte des Unternehmens zu erfahren.
Jennifer! Was hast Du einmal gelernt bzw. was hast Du bisher beruflich gemacht?
Jennifer Hnyk:
„Ich habe eigentlich zwei Berufe gelernt. Gestaltungsstechnische Assistentin und ergänzend habe ich von 2011 bis Februar 2013 eine Weiterbildung zum Mediengestalter für Digital- und Printmedien absolviert. Dabei war mir die Fachrichtung: Gestaltung und Technik mit Schwerpunkt Druckvorstufe sehr wichtig.“
Wie und wann ist die Idee entstanden, sich mit Fotografie, Design & Werbung selbstständig zu machen?
Jennifer Hnyk:
„Seit der Gesamtschulzeit und später in der Ausbildung war dieser Gedanke schon sehr stark ausgeprägt. Ich habe mir ausgemalt, erst Berufserfahrung für 2-3 Jahre zu sammeln, um mich dann selbstständig zu machen. Ich wollte einfach mehr von Firmenstrukturen, Kundenakquise und der Werbebranche erfahren. Doch irgendwie hat das überall nicht ganz funktioniert wie ich mir das vorgestellt hatte. Die positiven Feedback über meine Arbeit, weitere Referenzen und die Einschätzung meiner eigenen Person haben mich einfach nicht ausreichend beruflich weitergebracht. Somit habe ich mich eben, Dank meiner Eltern, doch schon früher selbstständig gemacht, als ich erst geplant hatte.“
Wo bzw. in welcher Form, hast Du dich über eine mögliche Selbstständigkeit informiert?
Jennifer Hnyk:
„Bisher wurde ich vom Projekt Zukunft Lausitz betreut und habe an diesem unglaublich tollen Förderprogramm teilgenommen. Die für mich wichtigen Dinge einer Selbstständigkeit, habe ich beim Projekt Zukunft Lausitz erlernt und großartige Unterstützung erhalten.“

Hat dich jemand bei der Entscheidung ein Unternehmen zu gründen bestätigt bzw. unterstützt? Hattest Du eventuell auch Unterstützung seitens der öffentlich Hand, wie einigen Ämtern, der Gründerwerkstatt oder auch dem Arbeitsamt?
Jennifer Hnyk:
„Also eigentlich entscheidet man ja selber, ob man sich selbstständig macht. Ich bin der Meinung man muss das im Blut haben. Die Begeisterung, die Inspiration und einfach dieser Ehrgeiz muss schon vorhanden sein. Wer in der Schule sich schon nichts sagen lassen wollte und auch so immer seine eigene Meinung vertreten hat, ist meiner Meinung nach ein Cheftyp und so war es auch bei mir. Ich war zwar keine Schülersprecherin, aber ich habe mir nie etwas sagen lassen wollen. Gerade wenn ich im Unrecht war musste auch immer viel einstecken, weil ich eben schon damals selbstbewusst war. Man hat es dadurch natürlich nie einfach. Jemand der sich leicht unterordnen kann, ist da natürlich klar im Vorteil, aber ich bin keine Mensch, welcher sich herumkommandieren lässt oder sich irgendjemandem unterwerfen muss. Entgegen meiner menschliche Natur wäre es aber auch bei einem meiner zukünftigen Arbeitsplatz so gewesen. Ich kann ein guter Teampartner sein und ich liebe es im Team zu arbeiten. Wenn alle so ungefähr wie du selbst ticken, dann kann das super harmonieren, aber wenn es dann irgendwelche Besserwisser gibt, da könnt ich rasend werden. Also, ich wäre da sicherlich an die eine oder andere Front geraten. Daher bin ich lieber mein eigener Chef und ich finde es schön, dass es so was wie die Cottbuser Gründerwerkstatt gibt!!!“
Wann und warum eröffnest du speziell ein Büro und arbeitest nicht nur im Außendienst? Wo eröffnest Du Dein Büro und wie hat es sich ergeben an diese Räumlichkeiten zu gelangen?
Jennifer Hnyk:
„Ich eröffne offiziell am morgigen Sonntag, den 1. September 2013. Öffnungszeiten wird es erst einmal keine geben, weil ich nicht weiß, wie täglich die Auftragslage sein wird. Sicherlich wird es anfangs auch den einen oder anderen Außentermin für Kundengespräche geben und da sind Termine nach Vereinbarung einfach die bessere Variante. Und wenn jemand etwas von mir möchte kann er eben auf gut Glück im Büro vorbeischauen oder mich telefonisch, per E-Mail, Facebook und Webseite erreichen. Ich muss auch dazu sagen, ich bin noch kein Foto-Studio.
Ich mache zwar Fotos, Reportagen, aber eben entweder außerhalb oder im Mietstudio. Es lohnt sich einfach nicht ein Studio aufzumachen, denn zu oft wird ein solches dann eine Anlaufstelle für irgendwelchen Kleinkram sein und ich möchte mir da wirklich Zeit nehmen, wenn jemand schöne Fotos haben möchte. Passbilder oder alles was mal so schnell gemacht werden soll, wird es bei mir nicht geben. Bei mir wird alles mit Liebe gemacht, sei es die Werbegestaltung oder die Fotoaufnahmen. Mein Büro eröffne ich in der Berliner Straße 133. Falls jemand weiß wo die Grüneberg Fahrschule ist, so kann man von dort aus direkt auf mein Büro schauen. An die Räumlichkeiten in der Berliner Straße bin ich eher durch Zufall gelangt. Der gute Stefan Restemeier von der Firma Leuchtstoff, hatte mich informiert, daß die Räumlichkeiten bald frei wären. Selbst war er vorher zwei Jahre Mieter und hat sein Unternehmen jetzt vergrößert. Somit ist dieses Mietverhältnis zustande gekommen. Es war aber auch Glück, denn es gab eigentlich schon einen Nachmieter, welcher aber absprang. Ich hatte damit freie Bahn und konnte somit als Mieter meinen Wunsch nach eigenen Büroräumlichkeiten erfüllen.“

Was sind die Besonderheiten dieser Räumlichkeiten?
Jennifer Hnyk:
„Nach den ersten Feedbacks kann ich sagen: hell, modern, gemütlich, ordentlich und gut strukturiert. Die Verkehrsanbindung ist sehr gut, da mein Büro direkt an der Straße liegt. In Form von Parknischen sind daher ausreichend Parkplätze direkt vor dem Büro verfügbar. Die Straßenbahnhaltestelle Schillerstraße ist nicht einmal 200 Meter entfernt und somit ist mein Büro auch gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.“
Hast du bereits schon heute Kunden und Kontakte bzw. weitere Interessenten?
Jennifer Hnyk:
„Stammkunden habe ich durch meine freiberufliche Tätigkeit als freie
Fotografin auf alle Fälle. Weitere Interessenten im Bereich Werbung leider noch nicht, wo es wirklich toll wäre da Anschluss zu finden.“
Wirst du weiterhin nur allein arbeiten oder sind auch angestellte Mitarbeiter geplant?
Jennifer Hnyk:
„Vorerst werde ich allein arbeiten. Wenn dann nur mit freien Mitarbeitern, sogenannte Freelancer. Später kann sich das natürlich ändern.“
Was sind die nächsten Ziele deines Unternehmens?
Jennifer Hnyk:
„Ich möchte mit meinem Unternehmen wachsen und glücklich sein. Damit ist gemeint, dass ich meine Geschäftsidee ausbauen möchte, mehr Möglichkeiten bzw. Produkte dem Kunden anbieten möchte. Einige Ideen zur Erweiterung sind bereits im Vorfeld geplant gewesen, diese werden aber noch nicht preisgegeben, da sie weder spruchreif sind und auch noch gesetzlich und rechtlich geklärt werden müssen.“
Was ist die besondere Dienstleistung bzw. der besondere Service deines Unternehmens?
Jennifer Hnyk:
„Meine Idee ist Mediengestaltung und Fotografie zu vereinen oder auch beide Produkte getrennt voneinander anzubieten. Die Besonderheit besteht darin, dass ich private, klein- und mittelständige Unternehmen bedienen kann. Jeder kann meine Leistungen nutzen. Somit beschränke ich mich nicht nur auf eine Zielgruppe, sondern kann meine Dienstleistungen sehr flexibel anbieten. Ich beschränke mich aber nicht nur, wie bereits schon erwähnt auf die unternehmerische Kundschaft, sondern bediene auch die private Kundschaft mit: Peoplefotografie und Hochzeitsreportagen. Weiterhin Einladungs-, Danksagungskarten und individueller Gestaltung von Grafiken. Bei der unternehmerischen Kundschaft biete ich auch Firmenportraits, Architektur-,Produkt- und Werbefotografie an. Der Kundennutzen liegt darin, eine persönliche und räumliche Atmosphäre zu schaffen und somit ein sehr gutes Preis- Leistungsverhältnis zu schaffen. Zu der persönlichen Atmosphäre möchte ich hinzufügen, dass mir viel daran liegt, ein gutes Verhältnis zu dem Kunden zu haben, denn nur so kann ich seine Probleme, Wünsche, Bedürfnisse und Träume bestmöglich lösen. Ich möchte ihm stets das Gefühl geben, dass er sich wohl- und verstanden fühlt. In jeder Hinsicht!„
Ingo-Wolfgang Richter (NIEDERLAUSITZ aktuell):
„Jennifer! Persönlich danke ich Dir für unser heutiges Gespräch, wünsche Dir alles erdenklich Gute und würde mich freuen, wenn wir uns demnächst wieder über Deine ersten Erfolge und Erfahrungen unterhalten könnten.“
Weitere Informationen über das neue Cottbuser Unternehmen „Grafik Foto Lounge“ findet man auf: Grafik Foto Lounge und auf Facebook .
Fotos: © Grafik Foto Lounge (Cottbus) / © Jennifer Hnyk

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