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Brandenburg Mittwoch, 13 Oktober 2021 von Redaktion / Presseinfo

Brustkrebsmonat Oktober soll Brandenburgerinnen sensibilisieren

Brustkrebsmonat Oktober soll Brandenburgerinnen sensibilisieren

Auch in diesem Jahr wird der Brustkrebsmonat Oktober wieder zum Anlass, die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Brustkrebs in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Bei mehr als jeder zehnten Frau wird im Laufe des Lebens die Diagnose Brustkrebs gestellt und allein in Brandenburg versterben jährlich etwa 500 Frauen daran. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher appelliert an alle Frauen, regelmäßig die verschiedenen Angebote zur Krebsfrüherkennung zu nutzen, die von den Krankenkassen angeboten werden. 

Das Brandenburger Gesundheitsministerium teilte dazu mit: 

Brustkrebs ist die mit Abstand häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Bei mehr als jeder zehnten Frau wird im Lauf ihres Lebens Brustkrebs diagnostiziert. Allein in Brandenburg werden in diesem Jahr 2.200 Frauen neu an Brustkrebs erkranken – so die Schätzungen des Gemeinsamen Krebsregisters der ostdeutschen Bundesländer (GKR). Zum Brustkrebsmonat Oktober stellt das GKR Zahlen für das Land Brandenburg vor.

Brustkrebs hat einen Anteil von 28 Prozent an allen Krebserkrankungen bei Frauen. Es folgen Darmkrebs, Lungenkrebs und Tumoren des Gebärmutterkörpers, die auch zusammengenommen weniger Krebserkrankungen bei Frauen ausmachen als Brustkrebs.

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher: „Frauen, die an Brustkrebs erkranken, haben im Allgemeinen eine gute Prognose. Je früher die Erkrankung erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Nutzen Sie darum regelmäßig die verschiedenen Angebote zur Krebsfrüherkennung, die Ihre Krankenkasse Ihnen anbietet.“

Im Mittel erkranken Frauen im Alter von 62 Jahren. Ungefähr zwei Drittel sind zum Zeitpunkt der Diagnose älter als 55 Jahre. Es werden jedoch auch einzelne Fälle bei unter 30-Jährigen gemeldet.

An Brustkrebs versterben pro Jahr in Brandenburg 500 Frauen (Durchschnitt der Jahre 2018-2019). Das entspricht 15 Prozent aller durch Krebs verursachten Todesfälle. Das mittlere Sterbealter liegt bei 71 Jahren.

Seit mehr als 10 Jahren werden Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren alle zwei Jahre zum Mammographie-Screening eingeladen. Seither ist in dieser Altersgruppe der Anteil an Tumoren gestiegen, die in einem frühen Stadium entdeckt werden, wenn der Tumor noch klein ist und noch keine regionalen Lymphknoten betroffen sind (Stadium I). Vor Einführung des Screenings lag der Anteil in Ostdeutschland noch bei 37 Prozent. Jetzt liegt er bei knapp über 50 Prozent.

Wird Brustkrebs im Stadium I diagnostiziert, ist die Überlebensrate in den ersten fünf Jahren nach der Diagnose sogar ein wenig besser als bei Frauen im gleichen Alter ohne Brustkrebs, da häufig nach der Diagnose ein gesünderer Lebensstil gelebt wird.

Bei ungefähr 7 Prozent der Neuerkrankungen wird der Tumor erst im Stadium IV diagnostiziert. Das heißt, es haben sich bereits Fernmetastasen gebildet. In diesem Fall ist die Wahrscheinlichkeit die nächsten 5-Jahren zu überleben nur noch ein Drittel so hoch wie bei gleichaltrigen Frauen ohne Brustkrebs.

Das GKR ist das bevölkerungsbezogene Krebsregister der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen für die neuen Bundesländer und Berlin. Hauptaufgabe ist die Registrierung aller im Einzugsgebiet auftretenden Krebsneuerkrankungen und deren statistische Auswertung. Das GKR hat seinen Sitz in Berlin.

www.gemeinsames-krebsregister.de

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Red. / Presseinfo 

Bild: pixabay 

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