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Brandenburg Mittwoch, 30 Juni 2021 von Redaktion / Presseinfo

Südbrandenburger Arbeitsmarkt von Corona-Krise erholt

Südbrandenburger Arbeitsmarkt von Corona-Krise erholt

Die Agentur für Arbeit Cottbus sieht eine deutliche Besserung am Südbrandenburger Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 5,9 Prozent und damit fast auf dem Niveau wie vor der Corona-Pandemie. Auch die Anträge auf Kurzarbeit wurden im Juni immer geringer. Wie die Cottbuser Arbeitsagentur mitteilte, gibt es weiterhin gute Ausbildungschancen für Bewerberinnen und Bewerber. Viele Ausbildungsstellen in den aktuell 3.594 Südbrandenburger Betrieben seien demzufolge noch unbesetzt. 

Die Agentur für Arbeit Cottbus teilte dazu mit: 

Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vormonat mit 5,9 % leicht gesunken. Im Juni 2020 betrug die Arbeitslosenquote 6,7 %. Die Unternehmen meldeten 1.507 freie Arbeitsstellen. Die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen ist trotz Corona hoch – wir haben 244 betriebliche Ausbildungsstellen mehr als im Vorjahr.

  • In Cottbus waren im Juni 18.347 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang um 12,2 %, das heißt: im Juni 2021 sind 2.560 Arbeitslose weniger gemeldet als im Juni 2020. Zum Vormonat sank die Zahl der Arbeitslosen um 795.
  • Es haben sich im Juni 3.322 Menschen neu arbeitslos gemeldet. Das sind 217 mehr als im Juni 2020 (7,0 %). Gleichzeitig haben sich 4.117 Personen aus Arbeitslosigkeit abgemeldet. Das sind 548 mehr als vor einem Jahr (15,4 %).
  • Langzeitarbeitslose sind weiterhin verstärkt von der Krise betroffen. Im Juni 2021 waren 7.929 Menschen gemeldet. Das sind im Vergleich zum Vormonat 200 Personen weniger und zum Vorjahr ein Anstieg um 982 Personen.
  • Im Juni wurden für 393 Personen Kurzarbeit neu angezeigt (Mai 761, April 628, März 2.536, Februar 4.261).
  • Die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) lag im Juni bei 23.487 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote ist mit 7,4 % um 0,8 % geringer als im Juni 2020.
  • Im Agenturbezirk Cottbus haben sich seit dem Beginn des Berichtsjahres 2.646 Ausbildungsbewerberinnen und Ausbildungsbewerber gemeldet. Das sind 343 gemeldete Bewerberinnen und Bewerber weniger als im Juni 2020. Demgegenüber sind der Agentur aktuell 3.594 betriebliche Berufsausbildungsstellen durch Arbeitgebende gemeldet.
  • Die Jugendarbeitslosigkeit betrug 4,3 % und ist im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte gestiegen. Das sind 967 arbeitslose Jugendliche im Alter von 15 bis unter 25 Jahren, 16 mehr als vor einem Monat, aber 377 weniger Jugendliche als noch vor einem Jahr.
  • Im Juni 2021 waren 2.072 Ausländerinnen und Ausländer arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 10,9 % bzw. 253 Personen weniger.
  • Im Juni standen 5.975 freie Arbeitsstellen im Agenturbezirk zur Verfügung, im Vergleich zum Mai 2021 gibt es wenige Veränderungen. Gesucht werden z. B. Fachkräfte im Verkauf, Helferinnen und Helfer in der Landwirtschaft sowie in der Lagerwirtschaft, Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer, Maschinenbau- und Betriebstechnische Fachkräfte, Büro- und Sekretariats-Fachkräfte, Köchinnen und Köche, Fachkräfte für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik, Altenpflegerinnen und Altenpfleger sowie Bauelektrik-Fachkräfte.
  • Arbeitslosen-Quote im Agenturbezirk Cottbus, Juni 2021 5,9 %
  • Niedrigste Arbeitslosen-Quote in Luckau 3,0 %
  • Höchste Arbeitslosen-Quote in Guben 8,4 %

Steinbach: „Bei der Ausbildungsplatzsuche nicht nachlassen“

„Fachkräfte sind das Fundament unserer wirtschaftlichen Zukunft. Und der Königsweg der Fachkräftesicherung ist nach wie vor die duale Ausbildung. Sie bleibt das zentrale Instrument, um sich zukunftsfähig aufzustellen. Unsere Jugendlichen haben beste Voraussetzungen, um erfolgreich in ihre berufliche Zukunft zu starten. Die märkischen Betriebe halten ein vielfältiges Ausbildungsplatzangebot bereit.“ Das erklärte Arbeitsminister Jörg Steinbach anlässlich des heute von der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktberichts für Juni 2021. Dieser weist eine Arbeitslosenquote von 5,8 Prozent aus – erstmals seit April 2020 liegt die Quote damit wieder unter sechs Prozent. „Das ist eine sehr erfreuliche und sehr ermutigende Entwicklung“, sagte Steinbach. 

Jugendliche, die noch keinen Ausbildungsvertrag abgeschlossen haben, sollten bei ihrer Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz nicht nachlassen, so der Minister weiter. „In allen Regionen und Branchen werden Nachwuchskräfte gesucht. Bewerben Sie sich“, appellierte der Minister an die jungen Leute, die jetzt die Schule beendet haben. Er verwies darauf, dass sowohl die Bundesagentur für Arbeit als auch die zuständigen Kammern bei der Ausbildungsplatzsuche helfen. Jugendliche und ihre Eltern sollten diese Möglichkeit nutzen.

Sorgen, dass möglicherweise durch die Pandemie keine ausreichende Eignung für die Ausbildung gegeben sein könnte, seien unbegründet. „Unsere Betriebe begleiten die Auszubildenden über die gesamte Lehrzeit hinweg und helfen in der Kooperation mit den Oberstufenzentren sowie weiteren Partnern, eventuelle Defizite aufzuholen. Getreu dem Motto unser Ausbildungskampagne kann ich jedem Jugendlichen ganz klar sagen: ,Brandenburg will dich!‘“

Auch das Land unterstützt Jugendliche ebenso wie Betriebe vor und während der Ausbildung. Beispielsweise werden im Rahmen der Assistierten Ausbildung Brandenburg Jugendliche für eine Ausbildung fit gemacht und können danach bei Bedarf auch während der Ausbildungszeit begleitet werden.

Aus dem Arbeitsmarktbericht:

Im Juni ist die Zahl der Arbeitslosen in Brandenburg gesunken. Es waren 77.585 Personen arbeitslos gemeldet, davon 44.104 Männer und 33.481 Frauen. Das sind 2.395 Personen weniger als im Mai 2021 und 8.641 weniger als im Juni 2020.

Die Arbeitslosenquote liegt damit bei 5,8 Prozent. Das sind 0,2 Prozent weniger als im Mai 2021. Im Vergleich zum Juni 2020 ist die Arbeitslosenquote um 0,7 Prozentpunkte gesunken.

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober vorigen Jahres meldeten sich in Brandenburg 11.144 Bewerberinnen und Bewerber für Ausbildungsstellen, das waren fünf Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zugleich gab es 12.834 gemeldete Ausbildungsstellen, das entspricht einem Plus von drei Prozent. Ende Juni waren 5.463 Bewerberinnen und Bewerber noch unversorgt und 6.570 Ausbildungsstellen noch unbesetzt.

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Red. / Presseinfo 

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