Brandenburg Montag, 08 Februar 2021 von Redaktion / Presseinfo

Immer mehr Brandenburger nutzen Video-Sprechstunden

Immer mehr Brandenburger nutzen Video-Sprechstunden

Aufgrund der Corona-Pandemie nutzen immer mehr Brandenburger Video-Sprechstunden. Das gab die Techniker Krankenkasse unter Berufung auf eigene Datenauswertungen bekannt. Wurden im ersten Quartal 2020 gerade mal 54 TK-Versicherte per Video behandelt, stieg die Zahl im zweiten Quartal bereits auf 496. 

Die Techniker Krankenkasse Berlin/Brandenburg teilte dazu mit: 

Immer mehr Menschen in Brandenburg nutzen Video-Sprechstunden. Das meldet die Techniker Krankenkasse (TK) unter Berufung auf eigene Datenauswertungen. "Die Steigerung der Inanspruchnahme zeigt, wie groß der Bedarf ist", sagt Susanne Hertzer, Leiterin der TK-Landesvertretung Berlin und Brandenburg. "Die Telemedizin hat durch die Pandemielage einen enormen Schub erfahren." Im ersten Quartal 2020 wurden gerade mal 54 TK-Versicherte in Brandenburg per Video behandelt. Aber schon im zweiten Quartal desselben Jahres stieg die Zahl auf 496.

Einfacher Zugang für die Patienten

Die Auswahl eines zugelassenen und zertifizierten Anbieters treffen die Ärztinnen und Ärzte selbst und teilen dies der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg mit. Die Praxen benötigen einen Bildschirm mit Kamera, Mikrofon und Lautsprecher sowie eine Internetverbindung, auf Seite der Patienten reicht ein Smartphone.

Digitale ärztliche Behandlungskette bald möglich

Aus Sicht der TK in Brandenburg sollten sich in diesem Jahr auch das elektronische Rezept (eRezept) und die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) im Gesundheitswesen etablieren. "Die Video-Sprechstunde in Kombination mit dem eRezept und beziehungsweise oder der eAU ermöglicht eine vollständig digitale ärztliche Behandlungskette", so Hertzer.

Verstetigung der Erfahrungen wäre zu begrüßen

Unabhängig vom Infektionsschutz bietet die Videosprechstunde viele Vorteile. Die Patienten ersparen sich lange Anfahrtswege und Wartezeiten. Aber auch die Ärztinnen und Ärzte sind flexibler und können ihren Praxisalltag leichter organisieren. Die ausschließliche Fernbehandlung durch eine Video-Sprechstunde ist jedoch berufsrechtlich in Brandenburg als bundesweit letztes Bundeland nicht erlaubt. In der Mark ist noch ein direkter Arzt-Patienten-Kontakt im Rahmen der ärztlichen Behandlung vorgeschrieben. 

Hertzer ist sich sicher, dass auch nach der Corona-Pandemie die Patienten künftig dieses Angebot nutzen werden. "Die Videosprechstunde kann für alle Beteiligten eine Erleichterung darstellen. Es wäre begrüßenswert, wenn dies auf Grund der bisher gemachten Erfahrung zu einer Verstetigung führen würde."  

Am 20. Januar 2021 ist der Kabinettsentwurf des "Digitale Versorgung und Pflege-Modernisierungs-Gesetz" (DVPMG) verabschiedet worden. Ziel des Gesetzentwurfs ist es, die Digitalisierung im Gesundheitswesen auszubauen, an aktuelle Entwicklungen anzupassen und um neue Ansätze zu ergänzen.

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Red. / Presseinfo 

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