Brandenburg Montag, 11 Januar 2021 von Redaktion / Presseinfo

Corona Brandenburg: Aktuell nur noch wenige Impftermine verfügbar

Corona Brandenburg: Aktuell nur noch wenige Impftermine verfügbar

In Brandenburg können aktuell täglich nur noch wenige Termine für eine Corona-Schutzimpfung vergeben werden. Das teilte das Gesundheitsministerium heute mit. Grund ist die geringe Menge der zu Verfügung stehenden Impfstoffdosen. Derzeit können nur für die jeweils nächsten 21 Tage Impftermine vergeben werden. Die ersten drei Impfzentren Potsdam, Cottbus und Schönefeld sind für die kommenden drei Wochen nahezu ausgebucht. Ab heute werden zudem landesweit 23 mobile Impf-Teams im Einsatz sein. 

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz Brandenburg teilte dazu mit: 

Aktuell können im Land Brandenburg über die Rufnummer 116117 täglich nur noch wenige neue Termine für eine Corona-Schutzimpfung in einem Impfzentrum vergeben werden. Grund ist die geringe Menge der zu Verfügung stehenden Impfstoffdosen. Gleichzeitig finden immer mehr Impfungen durch mobile Teams in stationären Pflegeeinrichtungen statt. Nach dem Beschluss der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom 5. Januar sollen bis spätestens Mitte Februar allen Bewohnerinnen und Bewohnern von stationären Pflegeeinrichtungen ein Impfangebot gemacht werden. Zugleich werden in Krankenhäusern Beschäftigte geimpft.

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher erklärte: „Ich kann den Ärger vieler älterer Brandenburgerinnen und Brandenburger gut verstehen, die in der ersten Woche bei der Rufnummer 116117 kaum oder gar nicht durchkamen und stundenlang vergeblich versucht haben, den ersehnten Impftermin zu bekommen. Wir arbeiten gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg mit Hochdruck daran, die Erreichbarkeit zu verbessern. Und es wird immer besser. Wir bauen die Impfkapazitäten im Land Brandenburg Schritt für Schritt aus. Das Tempo geben aber die Impfstofflieferungen vor. In dieser Anfangsphase ist es sehr wichtig, dass die Impfstoff-Lieferungen mit dem Ausbau der Impf-Kapazitäten Schritt halten. Die Impfungen in stationären Pflegeeinrichtungen haben Priorität. Allen rund 25.000 Bewohnerinnen und Bewohnern von Senioren- und Altenpflegeheimen bis Mitte Februar ein Impfangebot zu machen, ist ein wichtiges und zugleich ehrgeiziges Ziel. Für diese Personengruppe müssen wir jetzt Impfstoffe sicher einplanen.“

Rostek: "Termine können nur für jeweils nächsten 21 Tage vergeben werden" 

Holger Rostek, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), sagte: „Grundsätzlich können derzeit Termine nur für die jeweils nächsten 21 Tage vergeben werden. Die ersten drei Impfzentren Potsdam, Cottbus und Schönefeld sind für die kommenden drei Wochen nahezu ausgebucht. So können jetzt täglich jeweils nur eine begrenzte Anzahl neuer Termine für die nächsten Impfzentren in Elsterwerda, Frankfurt (Oder), Oranienburg, Brandenburg an der Havel, Eberswald und Prenzlau vergeben werden. In der vergangenen Woche haben über unsere Call Center 16.146 Bürgerinnen und Bürger ihre Erst- und Zweittermine erhalten, insgesamt wurden somit über 32.000 Termine vereinbart.“

Bisher hat Brandenburg 58.500 Impfdosen erhalten 

Das Land Brandenburg hat bisher insgesamt 58.500 Impfstoffdosen von BioNTech und Pfizer tatsächlich erhalten. Bis zum 16. Februar 2021 sollen es laut Ankündigung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) insgesamt 156.000 Impfstoffdosen von BioNTech und Pfizer sein. Die ersten 2.400 Impfstoffdosen von Moderna soll Brandenburg am 12.01.2021 bekommen. Laut BMG-Ankündigung sollen es bis Mitte Februar insgesamt 12.000 Moderna-Dosen sein. Für den vollen Impfschutz sind zwei Impfungen notwendig. So können in Brandenburg bis Mitte Februar voraussichtlich 84.000 Personen geimpft werden.

Da in dieser Anfangsphase nur begrenzte Impfstoffmengen zur Verfügung stehen, können nicht alle Brandenburgerinnen und Brandenburger, die das wünschen, sofort geimpft werden. Vorrang haben zunächst besonders gefährdete Menschen. Die Reihenfolge der Impfungen ist in der Coronavirus-Impfverordnung des Bundes festgelegt. Danach werden zuerst die über 80-Jährigen sowie Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder dort tätig sind, Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten sowie Beschäftigte im Gesundheitswesen, die einem besonders hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind. In Brandenburg zählen zu diesen Personengruppen der höchsten Priorität insgesamt rund 280.000 Personen.

Impfungen werden in Brandenburg auf drei Wegen angeboten: In Krankenhäusern wird das dortige Personal geimpft. Mobile Impfteams impfen in stationären Pflegeeinrichtungen Bewohnerinnen und Bewohner sowie Pflegepersonal. In Impfzentren werden über 80-Jährige sowie alle anderen impfberechtigten Personen geimpft. Impfzentren sind bereits in Potsdam und Cottbus in Betrieb, heute startet das Impfzentrum in Schönefeld.

Impfzentren: Termine für eine COVID-19 Impfung in einem Impfzentrum werden in Brandenburg unter der Rufnummer 116117 vergeben – und aktuell nur für die priorisierten Personengruppen. Seit dem Start der telefonischen Terminvergabe am Montag (04.01.) wurden bereits an über 16.000 Personen Erst- und Zweittermine für Impfungen in einem der drei Impfzentren Potsdam, Cottbus und Schönefeld vergeben

Krankenhäuser: Corona-Schutzimpfungen werden mittlerweile in 74 Krankenhäusern und Rehakliniken durchgeführt. Nach aktuellem Planungsstand sollen bis Ende Februar in diesem Bereich rund 30.000 Beschäftigte die erste und zweite Schutzimpfung erhalten.

Mobile Impfteams: Ab Montag (11.01.) werden 23 mobile Impf-Teams im Land Brandenburg im Einsatz sein, Anfang Februar werden es 33 sein. Von den insgesamt 345 stationären Pflegeeinrichtungen haben bis heute schon 228 Einrichtungen Termine für die erste und zweite Impfung gebucht. Bis zum 28.01. sind so 42.500 Impfungen für Bewohnerinnen und Bewohner sowie Pflegekräfte (bei zwei Impfungen pro Person insgesamt also 21.250 Impflinge) verplant. Bis Mitte Februar sollen alle Bewohnerinnen und Bewohnern von stationären Pflegeeinrichtungen ein Impfangebot erhalten haben.

Impfungen zu Hause: Pflegebedürftige Menschen über 80 können aufgrund der Eigenschaften der bisher zugelassenen Impfstoffe noch nicht zu Hause geimpft werden. Die Projektbeteiligten arbeiten gemeinsam an einem Konzept, um dies zu ermöglichen.

Priorisierung: Da zu Beginn nur begrenzte Impfstoffmengen zur Verfügung stehen, werden auf Grundlage der Coronavirus-Impfverordnung des Bundes folgende Personen zuerst geimpft:

• Personen im Alter von 80 Jahren und älter

• Bewohnerinnen und Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen sowie das dortige Personal

• Personal in der ambulanten Altenpflege

• Personal in medizinischen Einrichtungen mit besonders hohem Ansteckungsrisiko zum Beispiel bei Rettungsdiensten, in Notaufnahmen, in der medizinischen Betreuung von COVID-19-Patientinnen und –Patienten, als Leistungserbringer in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung sowie in den Corona-Impfzentren

• Personal, das in medizinischen Einrichtungen regelmäßigen Personen behandelt, betreut oder pflegt, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht, insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin

Alle aktuellen Informationen zur Umsetzung der Nationalen Impfstrategie COVID-19 im Land Brandenburg werden auf dieser neuen Internetseite veröffentlicht: https://brandenburg-impft.de

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Red. / Presseinfo

Bild: Klinikum Niederlausitz 

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