Brandenburg Montag, 30 November 2020 von Redaktion / Presseinfo

Internethandel in Brandenburg boomt. Gastgewerbe im Minus

Internethandel in Brandenburg boomt. Gastgewerbe im Minus

Im September hat der Brandenburger Internethandel ein Umsatzplus erzielt, das Gastronomiegewerbe verzeichnete dagegen Umsatzverluste. Das gab das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg bekannt. Supermärkte und Lebensmittelfachhändler konnten ebenfalls mehr erwirtschaften, gefolgt von Baumärkten und Möbelhäuser. Der Umsatz der Hoteliers lag um 20,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. 

Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg teilte dazu mit: 

Der Einzelhandel im Land Brandenburg setzte im September real 10,7 Prozent mehr um als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Beschäftigten nahm um 1,8 Prozent zu. Das geht aus vorläufigen Berechnungen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg hervor. Weiterhin punktete der Handel außerhalb von Verkaufsräumen, überwiegend vertreten durch den Internethandel, mit einem Zuwachs von 31,5 Prozent. Die Discounter, Supermärkte und Lebensmittelfachhändler erwirtschafteten 8,1 Prozent mehr Umsatz. Die Sparte Baumärkte und Möbelhäuser einschließlich Händler mit IK-Technik, Haushaltsgeräten und Textilien, verzeichnete ein Plus von 7,4 Prozent. Die Beschäftigtenzahlen entwickelten sich durchweg positiv, so lagen sie im Lebensmitteleinzelhandel um 3,0 Prozent und im Non-Food-Bereich um 0,9 Prozent über Vorjahresniveau. Von Januar bis September erwirtschafteten die Einzelhändler 7,1 Prozent mehr Umsatz mit einem Plus der Beschäftigtenzahl von 1,3 Prozent.

Umsatzrückgänge bei Gastronomen und Hoteliers 

Die Brandenburger Gastwirte mussten weiterhin Verluste hinnehmen. Der reale Umsatz der Hoteliers lag um 20,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Gastronomen meldeten Rückgänge von 9,6 Prozent. Die Beschäftigtenzahl sank im Gastgewerbe um 12,4 Prozent. Im Jahresverlauf erwirtschafteten die gastgewerblichen Unternehmen insgesamt 27,4 Prozent weniger Umsatz mit 11,4 Prozent weniger Beschäftigten.

Brandenburgs Einfuhren entwickelten sich im September wieder positiv. So wurden im September 27,9 Prozent mehr Waren als im Vorjahresmonat importiert. Kumuliert für den Zeitraum Januar bis September ist die Summe der Einfuhren weiterhin um 7,8 Prozent niedriger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Ausfuhren blieben im September 13,4 Prozent unter Vorjahresniveau, in der Tendenz ähnlich zu der Entwicklung in den ersten drei Quartalen.

Im Zeitraum Januar bis September sank auch der bedeutende EU-Handel (Ausfuhren –17,7 Prozent, Einfuhren –14,0 Prozent). Ebenfalls rückläufig war der Handel mit dem wichtigsten Handelspartner Polen. Im Laufe des Jahres lagen die Einfuhren um 5,2 Prozent und die Ausfuhren um 5,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Red. / Presseinfo 

Bild: pixabay 

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