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Brandenburg Samstag, 14 November 2020 von Redaktion / Presseinfo

Barmer: Immer mehr Brandenburger leiden an Diabetes

Barmer: Immer mehr Brandenburger leiden an Diabetes

Im Land Brandenburg gibt es immer mehr Diabetes-Patienten. Im Jahr 2014 hatten noch zehn Prozent die Zuckerkrankheit, im Jahr 2019 bereits 11,3 Prozent. Damit sind rund 285.000 Menschen betroffen. Laut der Barmer ist dies ein Alarmzeichen, dass in Brandenburg mehr als jeder zehnte an Diabetes leidet. Essgewohnheiten manifestieren sich bereits in jungen Jahren, daher muss auch die Diabetes-Prävention im Kindesalter beginnen. Die Barmer rät, dass sich Betroffene bei ihrer Krankenkasse in ein Disease-Management-Programm (DMP) einschreiben können. Dort werde dann ein individueller Behandlungsplan festgelegt. 

Die BARMER Berlin/Brandenburg teilte dazu mit: 

Der Anteil der gesetzlich Versicherten in Brandenburg mit Diabetes Typ 1 und 2 ist in den vergangenen Jahren weiter angestiegen. Hatten im Jahr 2014 in Brandenburg zehn Prozent die Zuckerkrankheit, waren es im Jahr 2019 bereits 11,3 Prozent. Das entspricht rund 285.000 Menschen. Stärker als in Brandenburg ist Diabetes nur in Sachsen-Anhalt (11,7 Prozent) und Sachsen (11,5 Prozent) verbreitet. Der Bundesdurchschnitt lag bei 9,2 Prozent. Dies geht aus dem aktuellen Diabetes-Atlas der BARMER hervor. „Es ist ein Alarmzeichen, dass in Brandenburg mehr als jeder zehnte an Diabetes leidet. Angesichts der Tatsache, dass sich Diabetes Typ 2 mit ausgewogener Ernährung und ausreichender Bewegung vorbeugen lässt, ist die Betroffenenzahl viel zu hoch. Eine verpflichtende und leicht verständliche Nährwertkennzeichnung von Lebensmitteln würde vielen Menschen dabei helfen, sich besser zu ernähren“, sagt Gabriela Leyh, Landesgeschäftsführerin der BARMER Berlin/Brandenburg.

Diabetes-Prävention beginnt im Kindesalter

Da sich Essgewohnheiten schon in jungen Jahren manifestieren, beginne Diabetes-Prävention bereits im Kindesalter. „Verbindliche Qualitätsstandards bei der Kita- und Schulverpflegung sind hier ein wichtiger Schritt. Noch besser ist es, wenn Pädagoginnen und Pädagogen Kindern ermöglichen, sich selbst aus frischen Lebensmitteln kleine Mahlzeiten zuzubereiten“, sagt Leyh. BARMER und Sarah Wiener Stiftung bieten mit der Initiative „Ich kann kochen!“ hierzu Fortbildungen und eine finanzielle Förderung an. Bereits 670 Kitas und Schulen in Brandenburg nehmen an der Initiative teil, 64.000 Kinder wurden dabei erreicht.

Versorgungsprogramme der Kassen werden gut angenommen

Auch wenn die Diabetes-Erkrankung ausgebrochen ist, sei es nicht zu spät gegenzusteuern. Leyh rät Betroffenen, sich bei ihrer Krankenkasse in ein Disease-Management-Programm (DMP) einzuschreiben: „In einem DMP wird ein individueller Behandlungsplan festgelegt. Patientinnen und Patienten lernen in Schulungen, mit der Krankheit umzugehen und mit Ernährungsumstellung und Sport selber ihre Gesundheit zu verbessern.“ Die Teilnahme von Diabetikern an einem DMP stieg in Brandenburg von 70,2 Prozent (2014) auf 74,9 Prozent (2019).

Red. / Presseinfo 

Bild: pixabay

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