Brandenburg Samstag, 18 Juli 2020 von Redaktion

Rinderhaltung im Land Brandenburg auf historischem Tiefpunkt

Rinderhaltung im Land Brandenburg auf historischem Tiefpunkt

Zum Stichtag 3. Mai 2020 gab es im Land Brandenburg 492.200 Rinder. Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg waren das 21.400 Rinder oder 4,2 Prozent weniger als im Mai des Vorjahres. Das ist der geringste je erfasste Rinderbestand im vor knapp 30 Jahren wiedergegründeten Land Brandenburg.

Rinder und Milchkühe rückläufig

Die rückläufige Entwicklung ist in unterschiedlicher Intensität in allen Altersgruppen zu verzeichnen. Besonders stark fiel der Rückgang bei den Milchkühen aus. Deren Zahl verringerte sich binnen Jahresfrist um 6.900 auf 140.100 Tiere. Das entspricht einem Rückgang um 4,7 Prozent. Der Bestand an ein- bis zweijährigen Rindern reduzierte sich um 5.700 auf 95.300 Tiere (–5,7 Prozent). Die Zahl der weiblichen Rinder über zwei Jahre, die noch nicht gekalbt haben, nahm um 2 300 auf 21.300 Tiere ab. Der Rückgang beträgt hier 9,6 Prozent.

Schwerpunkt im Nordwesten

Etwas moderater fällt die Entwicklung bei den Kälbern und den sonstigen Kühen (in Brandenburg nahezu ausschließlich Ammen- und Mutterkühe) aus. So verringerte sich der Bestand an Kälbern um 1.200 auf 103.100 Tiere und der Bestand an sonstigen Kühen um 2.600 auf 87.000 Tiere. Bei den Kälbern entsprach dies einem Rückgang um 1,2 Prozent und bei den sonstigen Kühen um 2,9 Prozent. Regionaler Schwerpunkt der Rinderhaltung in Brandenburg ist der Nordwesten des Landes.

Mit 57.800 Tieren stehen die meisten Rinder im Landkreis Prignitz, gefolgt von 51.000 Tieren im Landkreis Ostprignitz-Ruppin.

pm/red

Das könnte Sie auch interessieren

Neuste Angebote