Brandenburg Dienstag, 07 Januar 2020 von Redaktion

Weniger überschuldete Privatpersonen im Land Brandenburg

Weniger überschuldete Privatpersonen im Land Brandenburg

Im 3. Quartal 2019 wurden 755 Insolvenzverfahren gegen „Übrige Schuldner“ – Gesellschafter, ehemals selbständig Tätige, Verbraucher und Nachlässe – beantragt. Das waren 4,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg erhöhten sich die voraussichtlichen Forderungen geringfügig um 0,9 Prozent auf 39,3 Mill. EUR.

Zur Eröffnung gelangten nach den Meldungen der vier Brandenburger Amtsgerichte 739 Anträge (Anteil: 97,9 Prozent). In 14 Fällen reichte das Vermögen der Schuldner nicht zur Deckung der Verfahrenskosten, so dass es zur Abweisung mangels Masse kam. Mit der Annahme eines bestätigten Schuldenbereinigungsplanes unter richterlicher Aufsicht endeten zwei Verfahren.

143 überschuldete ehemals selbständig Tätige stellten im 3. Quartal 2019 einen Insolvenzantrag. Das waren 31 Personen mehr als im Vorjahreszeitraum. Die offenen Forderungen stiegen um 54,6 Prozent auf 19,8 Mill. EUR. Die Anzahl der von einer Insolvenz betroffenen Verbraucher ging um gut ein Zehntel auf 603 Personen zurück. Gleichzeitig reduzierten sich die offenen Forderungen gegenüber dieser Schuldnergruppe um 21,5 Prozent auf 18,9 Mill. EUR. Die durchschnittliche Verschuldung je Verbraucher lag mit 31 300 EUR unter dem Vorjahreswert von 35.700 EUR.

Die meisten Verbraucherinsolvenzen wurden im Landkreis Oberhavel mit 52 Anträgen und voraussichtlichen Forderungen in Höhe von 1,7 Mill. EUR gezählt, gefolgt von Cottbus, wo 46 Menschen mit Verbindlichkeiten von 1,4 Mill. EUR Insolvenz anmelden mussten. Die wenigsten überschuldeten Verbraucher gab es im Landkreis Prignitz mit 13 Verfahren und Schulden in Höhe von 1 Mill. EUR, aber mit 77.300 EUR voraussichtlichen Forderungen je Verbraucherinsolvenz lag der Landkreis deutlich über dem Landesdurchschnitt.

pm/red

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