Brandenburg Montag, 14 Januar 2008 von Helmut Fleischhauer

Neujahrskonzert der Arbeiterwohlfahrt

Platzeck: Arbeit und gerechter Lohn geben soziale Sicherheit
Ziegler: Kraftvolles Herz dank tausender Ehrenamtler
Ministerpräsident Matthias Platzeck warnte gestern vor einer sozialen Spaltung der Gesellschaft, wenn es nicht zu einer Ausweitung der Mindestlöhne kommt. „Solidarisch ist eine Gesellschaft nur dann, wenn sie sich für gerechte Bezahlung von Arbeit stark macht“, sagte Platzeck zum diesjährigen Neujahrskonzert der Arbeiterwohlfahrt Berlin und Brandenburg, dessen Schirmherr er ist. Für die Landesregierung besuchte Arbeitsministerin Dagmar Ziegler das Neujahrskonzert in Berlin.
„Arbeit und gerechter Lohn geben Menschen soziale Sicherheit“, fügte Platzeck hinzu. „Daran werden wir konsequent festhalten. Ich bin der AWO sehr dankbar, dass sie sich mit ihren Aktivitäten hier so erfolgreich einbringt und immer wieder auch ins soziale Gewissen der Gesellschaft dringt. Die feste Verwurzelung im Ehrenamt und das bürgerschaftliche Engagement der Mitglieder haben Ihren Verband zu einem der wichtigsten Träger sozialer Dienste gemacht.“
Sozialministerin Dagmar Ziegler würdigte in ihrem Grußwort das Engagement der AWO im Land Brandenburg. Seit fast 90 Jahren stehe das Herz mit den drei Buchstaben „AWO“ in guter Tradition für eine Organisation, die sich der Hilfe zur Selbsthilfe verschrieben hat. „Die AWO agiert als solidarische Gemeinschaft, die sich ihrer sozialen Verantwortung stets bewusst ist und diese auch aktiv ausübt. Wo die AWO wirkt, werden soziale Beziehungen geknüpft und wird Gemeinschaftsleben erfahrbar – sei es in der Seniorenarbeit, der Pflege, der Jugendhilfe, der Obdachlosenarbeit, der Sucht- oder Behindertenhilfe“, sagte sie. Sozialer Zusammenhalt wachse aus solidarischem Handeln, das alle Mitglieder der Gesellschaft einbeziehen müsse. Die Ministerin warnte davor, Wahlkampfzeiten zu missbrauchen, um bestimmte Gruppen zu stigmatisieren: „Wer kriminelle oder aufmüpfige Jugendliche in Erziehungscamps stecken will, fischt nur am rechten Rand und verliert die Mitte. Das löst gar nichts. Gute Bildung, Ausbildung und Berufschancen für alle sind die Basis einer intakten Gesellschaft; eine Arbeit, die auch von vielen Ehrenamtlichen in der AWO tagtäglich geleistet wird.“
Auch Platzeck würdigte das ehrenamtliche Engagement vieler AWO-Mitglieder. „Bürgerschaftliches Engagement ist der Kraftstoff für das Miteinander in unserer Gesellschaft. Es ist eine bedeutsame Form der Beteiligung an den Belangen des Gemeinwesens“, so der Ministerpräsident.
Quelle: Staatskanzlei

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