Raserei ist Hauptursache bei tödlichen Unfällen – Blitz-Marathon sensibilisiert
Potsdam – Innenminister Ralf Holzschuher dringt nach dem jüngsten bundesweiten Blitzer-Marathon auf mehr Rücksichtnahme und Besonnenheit im Straßenverkehr. „Raserei und Drängelei sind tödlich“, sagte der Minister am Freitag in Potsdam. Unangepasste Geschwindigkeit sei noch immer die Hauptursache bei Verkehrsunfällen mit Todesfolge. Im vergangenen Jahr starben in Brandenburg 60 Menschen bei Unfällen infolge von Raserei, 2012 waren es 55.
Brandenburg beteiligte sich am Donnerstag und Freitag zum zweiten Mal am bundesweiten Blitz-Marathon. Dabei kontrollierten rund 500 Polizisten an 320 Stellen mit Handlasergeräten und automatischen Messanlagen die Einhaltung der Geschwindigkeit. Holzschuher sagte, die Aktion solle die Fahrer sensibilisieren und zum Nachdenken anregen. Sie sollten ihre Fahrweise überprüfen und den jeweiligen Verhältnissen anpassen. „Der Blitzer-Marathon ist in Brandenburg erfolgreich verlaufen. Ich danke allen eingesetzten Polizisten für ihren Beitrag zum Gelingen dieser öffentlichkeitswirksamen und sinnvollen Maßnahme für mehr Sicherheit auf unseren Straßen“, sagte Holzschuher.
Brandenburg nahm im vergangenen Jahr mit 69 Verkehrstoten je eine Million Einwohner eine traurige Spitzenposition im Vergleich der Bundesländer ein. Das sei ein „bedrückender Befund“, sagte Holzschuher und verwies erneut auf die Eigenverantwortung der Verkehrsteilnehmer. „Es gibt nur dann mehr Sicherheit auf den Straßen, wenn sich die Verkehrsteilnehmer an Regeln halten und gegenseitige Rücksichtnahme zeigen.“ Meist seien Verkehrsunfälle eine Folge vermeidbaren menschlichen Fehlverhaltens.
Quelle: Ministerium des Innern des Landes Brandenburg







