Landkreis
Brandenburg Sonntag, 15 Juni 2008 von Helmut Fleischhauer

Ziegler: "Lottomittel unterstützen Projekte für die wirksamere Integration zugewanderter Menschen"

Regelmäßig fördert das Sozialministerium aus seinem Lottomittelfonds auch die bessere gesellschaftliche Integration von Migrantenfamilien. Zu den jüngst mit insgesamt mehr als 10.000 Euro geförderten Vorhaben gehören Projekte der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland sowie des Song Hong e. V. und des Friedrich-Bödecker-Kreises in Potsdam. "Die Träger dieser Maßnahmen unterstützen ganz besonders das Anliegen, zugewanderten Menschen schneller Halt im gesellschaftlichen Alltag zu geben", sagte Sozialministerin Dagmar Ziegler am Donnerstag.
Für ein "Integrationsseminar für jüdische Zuwanderer in Brandenburg" im Oktober/November 2008 erhielt die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland 4.700 Euro. Das Seminar macht die Zuwanderer mit den gesellschaftlichen und politischen Grundlagen Deutschlands vertraut und soll ihnen unter anderem Chancen auf dem Arbeitsmarkt vermitteln. Erste Schritte ins neue Zuhause sollen so erleichtert und eigene Aktivitäten mobilisiert werden.
Das Vorhaben des Potsdamer Song Hong e. V. "Vorbereitung einer Ausstellung über Vietnamesen in Brandenburg" wird mit 2.700 Euro unterstützt. Das als Wanderausstellung konzipierte Projekt will die Geschichte der Vietnamesen in Brandenburg der Öffentlichkeit bekannter machen und damit auch zu Verständnis und Akzeptanz der heute hier lebenden Vietnamesen beitragen. Die Ausstellung soll im Januar 2009 in Potsdam eröffnet werden.
Der Friedrich-Bödecker-Kreis Brandenburg e. V. organisiert in der Oranienburger Kinderbibliothek sein mit 2.875 Euro gefördertes Projekt "Bilderbuch-Begegnungen". Über die Literatur sollen MigrantInnen, vor allem Kinder und Jugendliche, hiesige Kultur erleben, mit Einheimischen ins Gespräch kommen, Gemeinschaftlichkeit spüren und vertrauter werden mit der deutschen Sprache.
Ministerin Ziegler: "Wir alle sind gefordert, damit Integration besser gelingt. Sie ist ein wechselseitiger Prozess, braucht Verständnis und Wollen auf beiden Seiten. Solche Projekte und das Engagement vieler Ehrenamtlicher stärken die eigenen Initiativen der Migrantinnen und Migranten, geben ihnen größere Chancen auf Teilhabe und werben für gegenseitigen Respekt, für Toleranz und Akzeptanz."
Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie

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