Landkreis
Brandenburg Dienstag, 10 Juni 2008 von Helmut Fleischhauer

Erstes bundesweites Treffen der Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus in Potsdam

Erstes bundesweites Treffen der Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus in Potsdam

Staatssekretär Jungkamp zieht positive Bilanz: „Beratungsnetzwerke sind wesentlicher Bestandteil der wehrhaften Demokratie"
Zum ersten bundesweiten Fachtag „Ein Jahr Beratungsnetzwerke - Zehn Jahre ‚Tolerantes Brandenburg‘" treffen sich heute in Potsdam Experten aus allen 16 Bundesländern, in denen im Rahmen des Bundesprogramms „kompetent. für De-mokratie - Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus" Initiativen entstanden sind zum Erfahrungsaustausch. Der Fachtag wird von der Zentralstelle des Bundesprogramms, der „Stiftung Demokratische Jugend" Berlin, in Kooperation mit der Landeskoordinierungsstelle „Tolerantes Brandenburg" der Landesregierung veranstaltet.
Knapp ein Jahr nach dem Start des Bundesprogramms „kompetent. für Demokratie" im Land Brandenburg zog der Bildungsstaatssekretär und Koordinator des Handlungskonzepts „Tolerantes Brandenburg" der Landesregierung, Burkhard Jungkamp, eine positive Bilanz: „Das Programm wird in Brandenburg erfolgreich umgesetzt. Erfreulich aus Sicht der Landesregierung ist es, dass die bereits bestehenden Strukturen wie die Mobile Beratung und die Arbeit der Opferperspektive gefestigt werden konnten. Es sind aber auch neue Beratungsangebote hinzugekommen, die Bürgerinnen und Bürgern Wege aufzeigen, sich gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit zu engagieren: im Sport, im Projekt „Schule OHNE Rassismus sowie in der Jugendbeteiligung. Die Vernetzung der Arbeit erweist sich dabei zunehmend als wichtiges Element einer wehrhaften Demokratie."
Die Tagung ist eine der zahlreichen Veranstaltungen, die im Rahmen des zehnjährigen Bestehens des Handlungskonzepts „Tolerantes Brandenburg" der Landesregierung in diesem Jahr durchgeführt werden. Das Handlungskonzept der Landesregierung gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit wurde 1998 beschlossen. Es zielt darauf ab, Toleranz und Demokratiefähigkeit durch die schwerpunktorientierte Arbeit in Verwaltungen, Institutionen, Bildungs-einrichtungen, in der Wirtschaft sowie in Vereinen, Verbänden und Körperschaften zu erreichen. Die Landesregierung kooperiert hierzu mit zahlreichen gesellschaftlichen Partnern. Das Handlungskonzept wurde 2005 unter dem Titel „Tolerantes Brandenburg - für eine starke und lebendige Demokratie" aktualisiert und fortge-schrieben. Es steht für ein Leitbild der Landesregierung, um die Zivilgesellschaft im Land Brandenburg zu stärken und weiterzuentwickeln.
Weitere Informationen gibt es unter:
www.tolerantes.brandenburg.de
www.kompetent-fuer-demokratie.de
Quelle: Ministerium für Bildung, Jugend und Spor

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