Landkreis
Brandenburg Donnerstag, 28 Februar 2008 von Matthias Geigk

Krankenkassen streichen Leistungen – Leidtragende sind die Patienten

Dass die Krankenkassen ihre Leistungen überall zu kürzen versuchen wo es möglich ist, ist bekannt. Was mit den Arzneimitteln begann schlägt sich nun auch bei den Ergo- und Physiotherapien nieder. Vielerorts stöhnen nicht nur die Patienten oder die Physiotherapiepraxen, die teilweise schon Therapeuten entlassen müssen, auch die Ärzte sehen sich vermehrt an der Grenze zwischen Kostendruck und Hippokratischem Eid. In einer Arztpraxis einer größeren Stadt der Region werden Flugzettel verteilt, die die Gemüter von Patienten und Ärzten widerspiegeln:
Heilmittel – Richtgrößen für 2008
Diese Richtgrößen sind den Ärzten von den Krankenkassen vorgegeben, es wird besonders dieses Jahr bei Überschreitungen mit Regressen gedroht!!
Orthopäden: Rentner > 25,15 Euro
Mitglieder/ Familienversicherte > 24,62 Euro
Da ich das knappe Budget für die Nachbehandlung operierter Patienten sowie für die Behandlung von schwer orthopädischen Erkrankungen benötige, werde ich im Jahr 2008 keine klassischen Massagen mehr verordnen und in der Regel bis auf wenige Ausnahmen keine Folgeverordnungen mehr ausstellen!
Diese Vorgaben kommen von Ihren Krankenkassen, und ich gedenke, mich daran zu halten. Ich habe keine Lust, bei Überschreitung durch einen Regress später Ihre Massagen bezahlen zu müssen!
Beschwerden sind an die Kassen zu richten!
Und denken Sie bitte nicht, dass ich mir so meinen Beruf vorgestellt habe!!!!
Der Kassenknecht
Max Mustermann (Name geändert)

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