Das Schicksal geflüchteter Menschen steht im Mittelpunkt der Ausstellung „MenschenBilder“, die am Montag, dem 25. September 2017 um 17 Uhr in der Oberkirche St. Nikolai eröffnet wird.
Der Vorstand des Fördervereins Musica Sacra e.V. knüpft damit an das Benefizkonzert von 2015 an, welches zugunsten der Flüchtlingshilfe in der Oberkirche stattfand. „Wir wollten im zweiten Schritt mehr als nur Geld sammeln, wir wollten mit den geflüchteten Menschen ins Gespräch kommen, sie besser kennenlernen und wenn möglich verstehen und helfen“, erklären die Ideengeber Wiebke Müller, Peter Wingrich und Gabi Grube. Ein halbes Jahr lang besuchten sie die Sprech-Cafés und Flüchtlingstreffs der Stadt, machten Interviews und Fotos. Dabei wurden sie von fünf Schülern des evangelischen Gymnasiums und vielen weiteren Kontaktgeber, Übersetzern und Helfern unterstützt.
Nicht alle Geflüchteten waren bereit, ihre Geschichte öffentlich zu machen. Einige sind traumatisiert und verängstigt. Aber es gab auch viele sehr offene Gespräche und das große Bedürfnis der Menschen, anderen von ihren Erlebnissen zu berichten. Zunächst sind jetzt 15 Geschichten und Bilder afghanischer und syrischer Männer und Frauen öffentlich zu sehen. Die Ausstellung darf aber weiterwachsen und ist über dies als Wanderausstellung konzipiert.
Zur Ausstellungseröffnung am kommenden Montag, die innerhalb der „Interkulturellen Woche“ in Cottbus und zeitgleich mit dem Friedensgebet stattfindet, erklingt deutsche Orgel- und Chormusik im Kontrast mit Lyrik aus Afghanistan.
Während der Eröffnung und der Laufzeit der Ausstellung werden Spendengelder für die Flüchtlingshilfe in Cottbus gesammelt.
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pm/red




