Bericht zur Studie: Wirtschaftliche Effekte im Wassertourismus erschienen
Die IHKs in Berlin und Brandenburg haben (gemeinsam mit weiteren Partnern) den Studienbericht „Wirtschaftliche Effekte im Wassertourismus“ veröffentlicht. Für die Unternehmer der Branche bietet dieser auf 76 Seiten einen umfassenden Einblick in die wirtschaftlichen Effekte des Bootstourismus in Berlin und Brandenburg. Außerdem erhalten diese erstmals valide Daten zu Kosten- und Betriebsstrukturen, die sie als Grundlage für zukünftiges, wirtschaftliches Handeln nutzen können.
„Vercharterer, Kanuanbieter, Hafenanlagen- und Fahrgastschiffbetreiber können erstmalig Kosten, Umsätze oder die Vermietungsdauer ihrer Boote mit dem Durchschnitt der Branche vergleichen“, erklärt Barbara Nitsche, Tourismusexpertin der IHK Potsdam, zum Mehrwert der Studie. „Dieses Benchmark hilft aber auch uns in Beratungsgesprächen.
Zum Beispiel werden größere Boote mit neun oder mehr Personen im Durchschnitt 20,3 Wochen im Jahr vermietet. Die durchschnittliche Belegung liegt bei dieser Kategorie bei 9 Personen. Vermieter dieser Boote können damit sehen, wo sie im Vergleich der Branche liegen. Das ist wichtig für die eigene Marktpositionierung“, unterstreicht die IHK-Tourismusexpertin.
Die zentralen Ergebnisse der Studie wurden bereits im April veröffentlicht: Danach leistet der Wassertourismus mit einem Gesamtbruttoumsatz von 200 Millionen Euro einen wesentlichen Beitrag für die gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im größten Wassersportrevier Europas und offenbart positive Perspektiven für die Zukunft. „Diese positiven Ergebnisse wollen wir nutzen, um die Bedeutung der Branche zu stärken“, so Nitsche.
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Die Wassertourismusbranche ist untereinander stark vernetzt: 95 Prozent der Gesamtausgaben verbleiben in der Region Berlin und Brandenburg. Die ökonomischen Effekte der Branche, werden in dem Bericht ebenso aufgezeigt wie direkte und indirekte Faktoren mit Auswirkungen auf den Dienstleitungssektor, den Handel oder das Handwerk.
Zum Hintergrund:
Die Industrie- und Handelskammern Berlin und Brandenburg haben gemeinsam mit dem Wirtschaftsverband Wassersport, der Messe Berlin und dem Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg eine Studie in Auftrag gegeben, um die wirtschaftlichen Effekte und die Bedeutung des Wassertourismus explizit für Berlin und Brandenburg sichtbar zu machen. Dazu wurde das Tourismusberatungsbüro Project M in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Westküste in einem Ausschreibungsverfahren für die Durchführung der Studie beauftragt. Der Projektzeitraum von zwölf Monaten erstreckte sich von Mai 2014 bis Mai 2015. Die Befragungen der Anbieter fanden im Sommer 2014 und Herbst/Winter 2014/2015 statt.
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Foto: Sandra Mattner
Quelle: Industrie- und Handelskammer Cottbus




