Das war nix. Viel wollten die Cottbuser ihrem eigenen Publikum bieten. Nach dem Sieg im Landespokal kam die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund zu Gast. Mit ihnen hatte Energie aus dem Hinspiel noch eine Rechung offen, mit 0:3 verlor Krämers Truppe damals.
Doch bis auf die ersten 25 Minuten brachte Energie Cottbus nicht viel aufs Feld. Kleindienst scheiterte dreimal an Gästekeeper Alomerovic und wartet weiter auf seinen 13. Treffer. Besser machte es Kefkir, Destroff und Harder auf der Gegenseite. Nachdem die U23 ab Minute 30 das Zepter übernommen hatte, schlugen sie innerhalb von sieben Minuten dreimal zu. Das kuriose, Energie hatte nach jedem Tor der Dortmunder die besten Chancen zum Ausgleich beziehungsweise Anschluss. Jeweils scheiterte Michel, jeweils einmal am BVB-Keeper und am Pfosten. Am Ende hatte Energie noch Glück, nicht höher unter die Räder zu geraten. Der FCE ergab sich kollektiv dem jugendlichen Drang der Westfalen. Das war keine Bewerbung für die Spieler des Drittligisten, wenn sie sich für höhere Aufgaben empfehlen wollen. Auch einige Zuschauer dürften zweimal überlegen, ob sie dem letzten Heimspiel gegen Stuttgart II in zwei Wochen beiwohnen.
Nun gehts zum Auswärtsspiel nach Rostock, ohne Michel und Möhrle, ersterer foulte innerhalb von zehn Minuten zweimal und kassierte gelb-rot. Möhrle bekam im Spiel seine fünfte gelbe Karte. Krämer wurde in der Pressekonferenz recht deutlich. Alle Tore und weitere Chancen gibt’s in der Videozusammenfassung vom Spiel.
Stimmen zum Spiel:
Borussia Dortmund II, David Wagner: „Wir haben ein wenig Zeit gebraucht um das Spiel zu finden. Aber dann haben wir das gut gemacht und die Jungs haben Erfahrungen gemacht, die sie in ihrere künftigen Karriere gut nutzen können. Nachdem wir die erste Viertelstunde überstanden hatten haben wir richtig schönen Fußball gespielt und hätten viel viel früher in Führung gehen können. Ich denke es war ein verdienter Sieg und er hätte noch höher ausfallen können. Wir hatten noch zwei Lattentreffer, wir waren heute einfach besser. Was Cottbus bisher geleistet und wieder aufgebaut hat ist toll, sie werden die letzten beiden Spiele auch wieder gut gestalten“
FC Energie Cottbus, Stefan Krämer: „Wir sind eine Mannschaft die über das Pressing kommt, wenn du das aber nur zwanzig Minuten machst, brauchst du dich nicht wundern, wenn du danach auseinandergenommen wirst. Mit der ersten Halbzeit kann ich noch halbwegs leben, aber mit der zweiten gar nicht. Wir haben uns regelrecht ergeben und das Spiel nur noch begleitet. Faktisch ist es so, dass ich es offensichtlich nicht geschafft habe die Mannschaft nach dem Pokalspiel am Mittwoch nicht mehr so erreicht habe, um sie unter Spannung zu setzen. Das war mein Ding und ich muss mir Gedanken machen warum es so ist. Es tut mir für die Zuschauer leid, die emotions- und leblosen Fußball gesehen haben. Ich werde es der Mannschaft in der Analyse deutlich machen, dass ich so etwas in Cottbus nicht sehen will.“
Fotos: Christiane Weiland
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