Gegen Union Sandersdorf konnte Vragel das Silva auf zwei Spieler aus der Profiabteilung zurückgreifen. Zum Einsatz kamen der Mittelfeldspieler Nils Gottschick und der Veteidiger Paterson Chato. Energie ergriff sofort die Initiative und wollte zeigen, wer Herr im Haus ist. Die erste größere Torchance erspielten sich die FCE Youngster nach 17 Minuten, als Heßler über die linke Angriffsseite in den Strafraum flankte. Stürmer Andy Hebler verpasste die Hereingabe denkbar knapp. Nach einer knappen halben Stunde gab es Elfmeter für Sandersdorf. Ein Veteidiger auf Seiten des FCE hatte im Strafraum Hand gespielt. Breitkopf verwandelte den Strafstoß sicher (26.). Jedoch blieb Energie dran und versuchte es über die rechte Angriffsseite. Dort zeigte sich Sandersdorf sehr anfällig. So segelte eben über jene Seite eine gefährliche Flanke rein, die Nils Gottschick zum 1:1 Ausgleich nutzte (32.). Union agierte nun mit langen Ballen, die Paterson Chato ohne Probleme abfangen konnte. Leistungsgerecht ging es mit dem 1:1 zum Pausentee.
In der zweiten Halbzeit kamen die Youngster des FCE sehr entschlossen aus der Kabine. Es dauerte nur drei Minuten, bis Energie über die rechte Seite angriff. Den Hebler-Kopfball konnte der Union-Keeper noch halten. War dann aber kurz darauf machtlos, als Paul Maurer den Ball zum 2:1 unter die Latte ins Netz knallte. Aber wer nun Energie weiterhin im Vorwärtsgang erwartete, sah sich getäuscht. Nun begann Union richtig an zu drücken. Und erspielte sich in der Folgezeit mehrere Möglichkeiten zum Ausgleich. Selbigen erzielte Hennig in der 63. Spielminute. Nun hatte Union entgültig die Kontrolle über das Spiel übernommen. Jedoch verpassten sie es, daraus Kapital zu schlagen. Energie fand kaum noch statt, kam aber in der 85. Minute zu einem letzten sehenswerten Angriff. Wieder einmal ging es über rechts, wo der Ball in den Strafraum kam. Dort kam Hebler über Umwege zum Ball und verwandelte im Gewussel zur 3:2 Führung. Doch es wurde kurz vor dem Abpfiff noch einmal bunt. Der Sandersdorfer Ebert sah nach einer Tätlichkeit glatt Rot. Fazit: Energie konnte in der ersten Halbzeit über weite Strecken überzeugen. Und konnte diesen Schwung auch mit in den zweiten Durchgang mitnehmen. Die 2:1 Führung in der 48. Min. war die logische Folge daraus. Doch Energie verlor nun den Faden und Sandersdorf übernahm die Spielkontrolle. Nach einigen vergebenen Chancen kam der Gast zum Ausgleich und Energie kaum noch zum Zuge. Sandersdorf war dem Auswärtssieg nahe. Doch sechs Minuten vor Schluss mussten sie dann doch noch das 3:2 hinnehmen, als Hebler zum Sieg traf.
Der Sieg war ohne Frage sehr glücklich. Doch es spricht aber auch für die Moral, als Energie unter Dauerbeschuss von Union doch noch siegen konnte.
Fotos: Marko Ziesemer



















