Am Mittwoch, dem 12. November, 19.30 Uhr, ist die ukrainisch-deutsche Schriftstellerin Katja Petrowskaja zu Gast in der Stadt- und Regionalbibliothek im LERNZENTRUM Cottbus, Berliner Str. 13/14. In einer Lesung und im Gespräch mit dem Journalisten Jens Bisky stellt sie ihr Buch „Vielleicht Esther“ vor, das im Rahmen des Förderprogramms Grenzgänger der Robert Bosch-Stiftung entstanden ist.
Hieß sie wirklich Esther, die Großmutter des Vaters, die 1941 im besetzten Kiew allein in der Wohnung der geflohenen Familie zurückblieb? Die jiddischen Worte, die sie vertrauensvoll an die deutschen Soldaten auf der Straße richtete – wer hat sie gehört? Katja Petrowskaja erzählt ihre unabgeschlossene Familiengeschichte in kurzen Kapiteln. Sie schreibt von ihren Reisen zu den Schauplätzen, reflektiert über ein zersplittertes, traumatisiertes Jahrhundert und rückt Figuren ins Bild, deren Gesichter nicht mehr erkennbar sind. Ungläubigkeit, Skrupel und ein Sinn für Komik wirken in jedem Satz dieses eindringlichen Buches.
Der Eintritt für diese Leseherbst-Veranstaltung ist frei. Reservierungen sind möglich unter 0355 38060-24 oder www.bibliothek-cottbus.de.
Quelle: LERN ZENTRUM cottbus – Stadt- und Regionalbibliothek




