Dichter Nebel steht über dem Großen Zernsee (Werder/Havel) – ein romantisches Idyll am frühen Morgen. Auf einmal durchdringen zahlreiche Schreie die Ruhe. In der Rettungsleitstelle Brandenburg geht ein Notruf ein; ein Schubverband war mit einem fast voll besetzten Passagierschiff kollidiert. Kurz danach treffen erste Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Werder an der Unfallstelle ein. Während der Lageerkundung stellen sie fest, dass es sich um eine größere Schiffshavarie handelt. Nach Rücksprache mit der Rettungsleitstelle wird der Katastrophenalarm ausgelöst. Die daraufhin eintreffenden Rettungskräfte von DLRG, DRK, Johanniter Unfallhilfe, Freiwillige Feuerwehren, Medical Task Force und Katastrophenschutz des Landkreises Potsdam Mittelmark wurden mit den folgenden Aufgaben betraut: Feuerbekämpfung, Personenrettung / -evakuierung, medizinische und psychologische Versorgung sowie der Sicherung vor Umweltschäden.
Insgesamt 180 Personen, darunter 120 Rettungskräfte, 30 Unfalldarsteller sowie 50 weitere Kräfte, waren bei dieser Großübung im Einsatz. Darunter auch vier Rettungsschwimmer der DLRG Stadtverband Cottbus e.V. inklusive Zugfahrzeug und Motorrettungsboot. Für drei der vier war es die erste Übung dieser Art. Die Cottbuser Kameraden wurden mit der Erstbehandlung der verletzten Personen an Bord des Passagierschiffes sowie mit dem Transport zwischen Schiff und Festland betraut. Zwei weitere Kameraden der Cottbuser Rettungsschwimmer waren als Unfalldarsteller der Johanniter Unfallhilfe direkt an der Übung beteiligt. Auch für sie war es eine spannende und tolle Erfahrung.
Ralf Menzfeld (Leiter Katastrophenschutz DLRG SV Cottbus e.V.): „Für uns war es wieder eine sehr tolle Erfahrung. Im Ernstfall arbeiten wir mit anderen Hilfsorganisationen aber auch weiteren Einheiten der DLRG zusammen. Solche Übungen sind da ein wichtiger Bestandteil guter Ausbildung im Bereich des Katastrophenschutzes.“
Quelle: DLRG Cottbus







