Mittwoch, 15. Oktober 2014 um 18:30 Uhr
Vortrag von Dr. Urte Stobbe
Veranstaltungsort: Branitz, Besucherzentrum auf dem Gutshof
Eintritt: 3,- Euro
Ida Gräfin Hahn-Hahn und Ada von Treskow waren Zeitgenossinnen Pücklers und zugleich seine Schriftstellerkolleginnen. Mit beiden stand der Fürst zu unterschiedlichen Phasen seines Lebens in brieflichem Kontakt, mehr noch: Es entspannte sich im Rahmen der epistolaren Kommunikation eine intensive Beziehung, bei der nicht nur das Verhältnis zwischen Mann und Frau, sondern auch Fragen der inneradligen Distinktion ausgehandelt wurden. Interessant sind beide Briefwechsel auch deshalb, weil daraus vieles entlehnt ist, das wir heute über den Schriftsteller Pückler-Muskau wissen, denn es hat nachhaltig Eingang in Pücklers Biographik gefunden. Wie kaum ein anderer hat es Pückler mithin verstanden, noch zu seinen Lebzeiten an seinem Selbstbild ‚mitzuschreiben’, indem er anderen gegenüber bestimmte ‚Lesarten’ seiner selbst vorgab. Anhand der beiden Briefwechsel soll untersucht werden, welches Bild Pückler von sich selbst gegenüber der ebenfalls überaus erfolgreichen Schriftstellerin Ida Gräfin Hahn-Hahn und der deutlich jüngeren Ada von Treskow zeichnet. Welche Rolle spielt in den beiden Korrespondenzen sein Selbstverständnis als Adliger und Schriftsteller?
Dr. Urte Stobbe ist Assistentin am Institut für Geistes- und Kulturwissenschaften, Fach Germanistik, der Universität Vechta. Im Frühjahr 2015 erscheint von ihr eine Studie zu „Pückler als Schriftsteller“ im Wehrhahn-Verlag Hannover.
Quelle: Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz







