Im April 2015 wird die Inszenierung „Das Cottbus-Projekt“ in der Kammerbühne, dem ehemaligen Haus der Bauarbeiter, uraufgeführt. Schon am 2. Oktober 2014 gibt das Autoren- und Regieteam Harald Fuhrmann und Christiane Wiegand beim „Tischtheater“ Einblick in die Recherchen. Beide Theatermacher sind seit einiger Zeit in Cottbus unterwegs, um gemeinsam mit den Schauspielern Heidrun Bartholomäus, Sigrun Fischer, Lucie Thiede und Gunnar Golkowski Erinnerungen der Cottbuser Bürger an die Zeit ab 1989 zu sammeln.
25 Jahre sind inzwischen vergangen – ausreichend viele, um viel zu vergessen. Christiane Wiegand und Harald Fuhrmann nutzen die Kraft des Theaterspielens, um dem Gedächtnis mit Lust auf die Sprünge zu helfen. Am 2. Oktober wird das Publikum mit den vier Schauspielern in der Kammerbühne an großen Tischen Platz nehmen. An diesen Tischen spielen die Künstler drei Szenen, die auf Geschichten Cottbuser Bürger aus drei Generationen zurückgehen. Die szenischen Aktionen dienen als emotionaler Katalysator, um mit allen am Tisch Sitzenden ins Gespräch zu kommen und das Erinnern in Tiefen und zu Details zu führen, die dem angestrengten Nachdenken oft verschlossen bleiben.
Fuhrmann und Wiegand sind in den kommenden Wochen mit ihrem „Tischtheater“ in Schulen, Bibliotheken, Jugendclubs und im Cottbuser Menschenrechtszentrum unterwegs. Sie haben bereits bei früheren Projekten im In- und Ausland mit dieser künstlerischen Methode Erfahrungen gesammelt. Im Ergebnis sind Inszenierungen entstanden, deren Textgrundlage ein „Geschichtenteppich“ bildet, gewoben aus Erinnerungen. Ähnliches planen beide für „Das Cottbus-Projekt“ im April 2015.
Eine Veranstaltung der Reihe „Deutschland – Wunder und Wunden“
Termin:
Donnerstag, 2. Oktober 2014, 19.30 Uhr, Kammerbühne (Wernerstr. 60)
Eintritt frei. Da die Platzkapazität begrenzt ist, wird darum gebeten, sich im Besucher-Service eine Einlasskarte zu holen.
Quelle: Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus








