Der Regionalausschuss Dahme-Spreewald der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus fordert eine bessere Aufklärung über mögliche Gefahren der Cyberkriminalität und rät Unternehmern dazu, sich eigenständig über diese Probleme zu informieren. Dies ist beispielsweise bei der ZAC (Zentrale Anlaufstelle für Cybercrime, Telefon 03334 388-0, [email protected]) des Landes Brandenburg möglich. Gleichzeitig tritt der Ausschuss dafür ein, den Strafermittlungsbehörden die gesetzlichen, technischen und personellen Möglichkeiten einzuräumen, um Unternehmen effektiver als bisher vor Cyberkriminalität zu schützen.
Mit dem Thema „Cybercrime – möglicher Schutz von Unternehmen“ hat sich der Regionalausschuss Dahme-Spreewald der IHK Cottbus u. a. im Rahmen einer Informationsveranstaltung mit dem Landeskriminalamt befasst. Die erfassten Schadenssummen und Schadensfälle in diesem Bereich der Kriminalität steigen in Brandenburg weiter an, beispielsweise beim Phishing im Online-Banking um fast 20 Prozent von 2012 zu 2013. Zudem muss von einer geschätzten Dunkelziffer von über 80 Prozent ausgegangen werden. Die zunehmende Professionalisierung der Täter macht sowohl die Strafverfolgung als auch die Prävention schwieriger.
„Mit anderen Worten, hier kommen keine Probleme auf unsere Unternehmen zu – sie sind schon mitten drin in der Gefahrenzone“, erklärt der Ausschussvorsitzender Dr. Michael Kuttner.
Dazu kommt, dass der aktuelle Entwurf der Bundesregierung zum IT-Sicherheitsgesetz insbesondere auf größere Unternehmen abzielt, die in der Regel über eigene IT-Sicherheitsfachleute verfügen und sich so der Masse an Angriffen aus dem Internet erwehren können. Kleine und mittlere Unternehmen unterschätzen jedoch oft aus Unkenntnis die Gefahren und schützen sich unzureichend oder gar nicht.
Quelle: Industrie- und Handelskammer Cottbus







