Nach einem intensiven Auswahlprozess stehen jetzt die 10 internationalen Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler fest, die ein zweijähriges Stipendium im Rahmen des Programms „BRAIN – the Brandenburg Research Academy and International Network“ erhalten. Das Programmkonzept hatte das Wissenschaftsministerium gemeinsam mit allen brandenburgischen Hochschulen erarbeitet und hierfür eine 40-prozentige Kofinanzierung der EU als COFUND-Programm/Marie Curie-Maßnahme einwerben können. 60 Prozent der Mittel werden vom Land bereitgestellt.
Am Montag (25.8.) fand im Ministerium die abschließende Jurysitzung zur Auswahl der Stipendiaten statt. Im Nachgang wurden die Bewerbungsgespräche via Internet-Videoschaltung ausgewertet. 23 von ursprünglich 49 Bewerbern aus aller Welt hatten sich im Ergebnis der schriftlichen Begutachtung für die Endrunde qualifiziert und konnten sich in Kurzinterviews via Skype präsentieren. Die neunköpfige Jury, die aus sieben internationalen Experten und zwei Vertretern der Brandenburgischen Universitäten und Fachhochschulen bestand, hat aus diesen nun die zehn künftigen BRAIN-Stipendiaten ausgewählt.
Unter den Ausgewählten sind drei weibliche Nachwuchsforscherinnen. Sieben der zehn Stipendiaten stammen aus dem europäischen Ausland. Sie kommen aus Frankreich, Italien, den Niederlanden, Portugal, Serbien und Spanien. Die übrigen drei aus Indien, Pakistan und Kamerun. Vier der BRAIN fellows werden an der Universität Potsdam tätig sein, drei an der BTU Cottbus-Senftenberg, zwei an der Europa-Universität Viadrina sowie eine Stipendiatin an der Technischen Hochschule Wildau (FH). Auch das Fächerspektrum der künftigen Gastwissenschaftler ist breit gestreut: Drei von ihnen forschen zu naturwissenschaftlichen Themen, weitere drei im Bereich der Humanwissenschaften, zwei im Bereich Lebenswissenschaften, ein Stipendiat befasst sich mit einer sozial- bzw. politikwissenschaftlichen Thematik und ein weiterer mit Kunst- und Architekturgeschichte.
Die BRAIN-Stipendiaten werden voraussichtlich ab November in Brandenburg forschen und lehren. Neben ihrem mit 60.000 Euro jährlich dotierten Stipendium erhalten sie eine Reisekosten- und Forschungsmittelpauschale. Während ihres Aufenthalts werden sie im Rahmen verschiedener Begleitveranstaltungen des Stipendienaufenthalts nicht nur ihre Gasthochschulen, sondern die gesamte Wissenschaftslandschaft des Landes kennenlernen.
Wissenschaftsministerin Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst freut sich auf die Nachwuchskräfte aus dem Ausland: „Die ausgewählten Stipendiatinnen und Stipendiaten sind hochqualifizierte junge Wissenschaftler, die spannende Forschungsthemen mit nach Brandenburg bringen und von denen vielfältige bereichernde Impulse in unsere Wissenschaftseinrichtungen hinein ausgehen werden.“




