Landesliga Süd: SV Wacker 09 Ströbitz – FSV 63 Luckenwalde II 3:0 (2:0)
Bei besten vorfrühlingshaften Bedingungen auf dem Sportplatz am Zahsower Weg bezwangen die Ströbitzer beim Rückrundenauftakt Luckenwaldes Oberliga-Reserve mit einem deutlichen 3:0. Das Hinspiel im August vergangenen war 1:1 ausgegangen.
Allerdings muss auch vermerkt werden, dass bei den Gästen aus dem Kreis Teltow-Fläming gleich sechs Stammspieler aus unterschiedlichen Gründen fehlten und auf ihrer Auswechselbank lediglich zwei gelernte Torhüter saßen.
Nach Spielbeginn tasteten sich die Teams in der ersten Viertelstunde zunächst gegenseitig ab. Auf beiden Seiten gab es zunächst keine nennenswerten Aktionen in der gegnerischen Strafraumnähe – bis auf einen guten Schuss von Marcel Dietz. Auffällig war, dass die Wackeraner sehr schnell den linken Luckenwalder Defensivbereich als deren Schwachstelle ausgemacht hatten. Hier war es vor allem Carsten Käthner, der mit zahlreichen Vorstößen auf der rechten Außenbahn rackerte und die Gäste-Abwehr zusammen mit seinen Mitspielern ein ums andere Mal unter Druck setzte. In der 18. Minute war es dann so weit: Nach einer erneuten Eingabe von rechts gelang Steven Semke die Führung zum 1:0. Die Luckenwalder blieben – bis auf einen Distanzschuss nach einer halben Stunde -, bereits im Spielaufbau harmlos und liefen sich in der stabilen Wacker-Abwehr fest.
Die Ströbitzer dagegen trugen immer weiter ihre Angriffswellen vor. Eine davon krönte Marcel Dietz mit dem sehenswerten 2:0, als er Luckenwaldes Keeper Andre Wendt aus Nahdistanz „tunnelte“ – wohl die sportliche „Höchststrafe“ für jeden Torwart (Siehe Foto links).
Nach der Halbzeitpause begannen die Cottbuser ihren Vorsprung zu verwalten und taten nur das Notwendigste, um die drei erwarteten Siegpunkte abzusichern. Doch dann erhielten die Gäste zwanzig Minuten vor dem Spielende einen Foulstraftoß nach einer ziemlich unübersichtlichen Situation und einem angeblichen Foul an Stefan Dorst vor dem Gehäuse von Stephan Choschzick zugesprochen. Der Wacker-Keeper parierte hervorragend. Er entschärfte den halbhohen Schuss des Luckenwalders Robert Troch mit einer spektakulären Faustabwehr. Danach inszenierten die gefrusteten Gäste ein völlig überflüssiges Gerangel und Geschubse im Fünf-Meter-Raum, das die Unparteiischen mit einem Freistoß für die Wackeraner auflösten. Kurz vor Schluss erzielte dann Christoph Mellack von halblinks mit einem 25-Meter-Hammer ins rechte Dreiangel den umjubelten 3:0-Endstand. Zuvor hatte sich der Luckenwalder Felix Nan-Danke noch eine Rote Karte eingehandelt. In Anspielung auf seine Hautfarbe – seine Eltern stammen aus dem westafrikanischen Guinea-Bissau – , hatte er sich von einfach ungehörigen Zuschauerrufen provoziert gefühlt und ihnen den rechten Mittelfinger gezeigt. Der Eisenhüttenstädter Schiedsrichter Patryk Mettke, der sich zu diesem Vorfall vor Fertigstellung seines Berichts nicht äußern wollte, stellte den Luckenwalder Mittelfeldspieler vermutlich wegen grober Unsportlichkeit vom Platz.
Wackers Cheftrainer Tino Kandlbinder, dem im Programmheft noch nachträglich zu seinem 48. Geburtstag gratuliert wurde, bewertete den Spielausgang so: „Wir wollten den Sieg und haben ihn auch. Das konnten wir schon mit der überzeugenden ersten Halbzeit klar machen. Mit dem 2:0 waren die Fronten frühzeitig geklärt. Zudem erwies sich der Gegner auch nicht so stark wie eigentlich erwartet“.




