Das Sana Gesundheitszentrum Niederlausitz hat seine Praxis für Ergotherapie in Lauchhammer-Ost erweitert. Neu sind Angebote für Menschen mit psychischen und neurologischen Erkrankungen. Im Team arbeiten die Ergotherapeutinnen Nicole Demke und Franziska Stets.
Ergotherapie für Kindergartenkinder und Senioren
Die Praxis befindet sich im Sockelgeschoss des Krankenhauses Lauchhammer. Bereits Anfang 2024 hatte das Gesundheitszentrum dort eine ambulante Ergotherapie-Praxis eröffnet. Weil der Bedarf wächst, hat das Gesundheitszentrum das Angebot nun ausgebaut. Ergotherapie soll Menschen helfen, verlorene Fähigkeiten zurückzugewinnen und den Alltag wieder selbstbestimmter zu gestalten, etwa beim Anziehen, Kochen, Schreiben oder Planen eines Einkaufs.
„Wir geben unseren Patienten Hilfe zur Selbsthilfe, damit der Alltag leichter gelingt. Unsere jüngsten Patienten gehen noch in den Kindergarten und in die Schule, haben beispielsweise Schwierigkeiten bei der Stifthaltung, beim Rechnen oder Konzentrieren. Und unsere ältesten Patienten sind weit über 70 Jahre und leiden unter anderem an Demenz oder an den Folgen eines Schlaganfalls“, sagt Nicole Demke.
Skills-Koffer als Hilfe für Notsituationen
Zu den Spezialgebieten von Nicole Demke gehört neben der Arbeit mit Kindern die Behandlung von Patienten mit neurologischen und psychischen Erkrankungen wie Demenz und Depressionen. „Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Gesprächstherapie, häufig auch in Verbindung mit verschiedenen kreativen Techniken, die den Patienten dabei helfen, ihre Emotionen auszudrücken“, erklärt sie. Sie unterstützt Patienten dabei, Termine vorzubereiten oder auszuwerten und ihren Tagen Struktur zu geben.
„Außerdem erarbeiten wir gemeinsam einen ganz individuellen Skills-Koffer, auf den die Betroffenen in Notsituationen zurückgreifen können“, berichtet die Therapeutin. Der Inhalt reicht je nach Patient von Gummibändern zum Schnipsen in stressigen Situationen über ätherische Öle bis zu Affirmationskarten und Atemübungen.
Neuer Schwerpunkt für psychisch kranke Menschen
Einen neuen Schwerpunkt der Ergotherapie in Lauchhammer-Ost bildet die Arbeit mit Menschen mit Depressionen, Angst- und Anpassungsstörungen oder posttraumatischen Belastungsstörungen. Das kann vorstationär sein, um die Zeit bis zum Klinikaufenthalt zu überbrücken, oder als Anschlussheilbehandlung nach einem stationären Aufenthalt. „Hierbei geht es nicht um Psychotherapie, sondern um ganz praktische Hilfe im Alltag“, betont Franziska Stets.
Gefragter wird laut Sana auch die Unterstützung älterer Menschen mit neurologischen Erkrankungen wie Demenz, Parkinson oder den Folgen eines Schlaganfalls. Bei Bedarf kommen die Therapeutinnen dafür zu den Patienten nach Hause. Zu den Angeboten gehören Biographiearbeit und Alltagsbegleitung, auch Angehörige werden unterstützt.
Franziska Stets verstärkt seit September das Team
Franziska Stets aus Großenhain gehört seit September zum Team. Nach ihrer Ausbildung arbeitete sie unter anderem in einer neurologischen Klinik, mit behinderten Menschen, Schülern und Kita-Kindern sowie in privaten Praxen für Ergotherapie. „Ich bin sehr herzlich hier in Lauchhammer aufgenommen worden und freue mich auf das interdisziplinäre Miteinander mit den Ärzten, Therapeuten und Pflegeprofis im Krankenhaus“, sagt sie. Nicole Demke und sie kennen sich bereits seit ihrer Ausbildung.
VollzeitBewerbung bis 25.10.Study Nurse / Dokumentationsassistenz (m/w/d) für Hämatologie und OnkologieMedizinische Universität Lausitz – Carl Thiem · CottbusZur Stelle →Alle 415 Stellen in Südbrandenburg →„Wir haben viele verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, um zielorientiert auf die Bedürfnisse und Bedarfe der Patienten einzugehen. Was wir nicht haben, ist ein Zauberstab. Jeder Patient muss selbst aktiv tätig werden und meist wächst die Motivation, wenn Fortschritte und Verbesserungen sichtbar werden“, sagt Nicole Demke. Weitere Informationen hat Sana veröffentlicht.
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Red. / Presseinformation















