Von 114 Beamtenstellen der Kreisverwaltung Dahme-Spreewald sind 88 mit Beamten besetzt. Die Besoldungserhöhung kostet den Landkreis 2027 rund eine Million Euro zusätzlich. Das geht aus einer Antwort von Landrat Sven Herzberger auf eine Anfrage aus dem Kreistag hervor.
So sind die Beamtenstellen in Dahme-Spreewald besetzt
Kreistagsmitglied Benjamin Kaiser hatte am 24. September nach der Entwicklung der Beamtenstellen und den daraus folgenden Personal- und Versorgungslasten gefragt. Die Antwort vom 7. Oktober ist im Ratsinformationssystem des Landkreises veröffentlicht.
Demnach weist der Stellenplan 114 Dienstposten für Beamte aus. 88 davon sind mit aktiven Beamtinnen und Beamten besetzt, acht sind derzeit frei. Auf 18 dieser Dienstposten arbeiten Tarifbeschäftigte. Hinzu kommen zwölf Stellen für Anwärterinnen und Anwärter im gehobenen Dienst sowie drei im mittleren Dienst. Sie werden im Stellenplan gesondert geführt und deshalb nicht mitgezählt.
Außerhalb der Stellen führt die Kreisverwaltung zwei Beamte im sogenannten Personalüberhang, die wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt wurden. Eine weitere Beamtin ist derzeit an das Auswärtige Amt abgeordnet.
26 Beamte in Dahme-Spreewald gehen bis 2035 in Ruhestand
Bis Ende 2035 erreichen laut Landrat 26 Beamtinnen und Beamte des Landkreises die Regelaltersgrenze. Wie viele von ihnen auf Antrag früher in den Ruhestand wechseln, sei nicht planbar.
Für die Versorgung seiner Beamten zahlt der Landkreis eine Umlage an den Kommunalen Versorgungsverband Brandenburg. Deren Hebesatz steigt jedes Jahr um zwei Prozentpunkte:
| Jahr | Hebesatz | Umlage |
|---|---|---|
| 2025 | 55,4 Prozent | 5,97 Mio. Euro |
| 2026 | 57,4 Prozent | 6,09 Mio. Euro |
| 2027 | 59,4 Prozent | 6,21 Mio. Euro |
| 2028 | 61,4 Prozent | 6,34 Mio. Euro |
| 2029 | 63,4 Prozent | 6,46 Mio. Euro |
Die 63,4 Prozent bezeichnet der Versorgungsverband als dauerhaft erforderlichen Hebesatz. Die stufenweise Anhebung beruht auf einem versicherungsmathematischen Gutachten und wurde 2025 vom zuständigen Fachausschuss der Versorgungskasse beschlossen.
Besoldungserhöhung belastet Kreishaushalt Dahme-Spreewald
Nach dem Gesetzentwurf zur Besoldungsanpassung im Land Brandenburg rechnet der Landkreis für 2026 mit Mehrkosten von 877.243,92 Euro, Nachzahlungen eingeschlossen. Für 2027 nennt der Landrat 999.026,32 Euro, einschließlich der höheren Versorgungsumlage. Kaiser hatte in seiner Anfrage eine Mehrbelastung von rund einer Million Euro angenommen.
Top-StelleVollzeitBewerbung bis 25.10.Projektleiter Neubau, Sanierung und Modernisierung (m/w/d)WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH · Lübbenau/SpreewaldZur Stelle →Alle 404 Stellen in Südbrandenburg →Ob der Kreis die Zahl seiner Beamten langfristig auf die Wahlbeamten und zwingend hoheitliche Aufgaben begrenzen könnte, beantwortet der Landrat knapp: Rechtlich sei das möglich. Welche freien Beamtenstellen künftig noch mit Beamten besetzt werden und was ein Umstieg auf Tarifstellen finanziell bedeuten würde, ließ er offen.
Dazu verweist die Verwaltung auf eine künftige Verbeamtungsstrategie. Eine Arbeitsgruppe erarbeitet sie derzeit als Teil eines neuen Personalentwicklungskonzepts. Dieses soll den Gremien im vierten Quartal 2026 vorgestellt werden.
Der Kreishaushalt ist ohnehin angespannt: Für 2026 rechnet der Landkreis mit einem Fehlbetrag von rund 42 Millionen Euro, wie NIEDERLAUSITZ aktuell berichtete. Die Antwort des Landrats ist im Ratsinformationssystem des Kreises Dahme-Spreewald abrufbar.
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Red.












