Am Ufer des Großräschener Sees entsteht ein neuer Zugang zum Lausitzer Seenland – und noch in diesem Monat fällt der Startschuss: Der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg errichtet am Bahnhaltepunkt Sedlitz einen Schiffsanleger samt umfassender Umfeldgestaltung. Der Bau der Freianlagen und des Parkplatzes soll noch im Oktober beginnen. Die Steganlage, das Gebäude und weitere Freianlagen folgen 2027, die Fertigstellung ist für 2028 geplant. Das Besondere am Standort: Er bietet im gesamten schiffbaren Gewässerverbund die einzigartige Möglichkeit, direkt von der Bahn aufs Wasser zu gelangen. Künftig könnten Besucher also mit dem Zug in Sedlitz ankommen und von dort direkt zum See laufen – eine Anbindung, die die Region über den Nahverkehr mit den Zentren Berlin, Dresden und Leipzig verknüpft.
Das ist geplant
Zwischen dem Bahnhaltepunkt Sedlitz und dem Seeufer wird das gesamte Areal neu gestaltet. Vorgesehen ist eine rund 300 Meter lange, barrierefreie Wegeverbindung, die als „Seeachse“ direkt vom Bahnhof zum Wasser führt. Dazu kommen:
- eine Anlegestelle für Fahrgastschiffe und Wasserwanderer
- ein Mehrzweckgebäude mit Imbiss, Seeterrasse, öffentlichen Toiletten und Aufenthaltsräumen für Wasserwanderer
- ein naturnah gestalteter Uferbereich
- Aussichtspunkte, eine Promenade und ein Panoramaweg
- sowie Parkplätze für Autos und touristische Busse.
Damit wird der Bahnhof Sedlitz zu einem Ausgangspunkt für Touren im Lausitzer Seenland: Der eine Weg führt zum Großräschener See und weiter in den schiffbaren Seenverbund, der andere zur Sedlitzer Bucht mit dem „umgedrehten Kanu“ am Sedlitzer See.
Teil des Strukturwandels
Das Vorhaben ist Teil der touristischen Entwicklung des Lausitzer Seenlandes, das aus der ehemaligen Bergbaulandschaft entstanden ist. Die Planungen sind in mehrere Abschnitte und Lose gegliedert – von Artenschutz- und Landschaftsbauarbeiten über Aussichtspunkt und Parkplatz bis zu Hoch- und Tiefbau. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Landes Brandenburg im Rahmen der Braunkohlesanierung sowie aus Bundesmitteln des Investitionsgesetzes Kohleregionen.
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Red.











