Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz heulen die Sirenen künftig nicht nur – sie sprechen auch: Ab Mittwoch (7. Oktober) wird jeden ersten Mittwoch im Monat um 15 Uhr ein Probealarm ausgelöst, bei dem neben dem bekannten Sirenensignal auch eine kurze Sprachdurchsage abgespielt wird. Erstmals zum Einsatz kam die Sprachdurchsage beim bundesweiten Warntag am 10. September. Seither wird die neue Funktion regelmäßig erprobt. Eine Entwarnung erfolgt beim monatlichen Probealarm nicht. Mit dem Test will der Landkreis die Funktionsfähigkeit des Sirenennetzes überprüfen, Erfahrungen mit den Sprachdurchsagen sammeln und die Bevölkerung mit den verschiedenen Warnsignalen vertraut machen.
Erfahrungen vom Warntag
Beim Warntag im September wurden alle 157 neuen Sirenen im Landkreis über Digitalfunk zentral angesteuert; die Alarmierung dauerte rund 25 Sekunden. Nach der Auswertung funktionierten 153 Sirenen vollständig. Die Rückmeldungen aus den Kommunen fielen flächendeckend positiv aus.
Beim ersten Test der Sprachdurchsagen zeigte sich allerdings, dass diese nicht überall gleich gut verständlich waren. Gründe dafür sind unter anderem der Abstand zur Sirene, die örtliche Bebauung, Überlagerungen und die Schallausbreitung. Die regelmäßigen Durchsagen sollen deshalb auch helfen, weitere Erfahrungen mit der neuen Funktion zu sammeln. In Bereichen, die von den vorhandenen Sirenen nicht ausreichend abgedeckt werden, könnten perspektivisch weitere Standorte errichtet werden.
Teil eines Warnmittel-Mixes
Die 157 Sirenenstandorte im Landkreis wurden seit März 2023 unter Federführung des Kreises schrittweise modernisiert und an die Regionalleitstelle Lausitz angebunden. Alle neuen Sirenen lassen sich über Digitalfunk zentral ansteuern. Die Sprachdurchsagen ergänzen die bekannten Signale und sollen im Ernstfall zusätzliche Informationen geben. Sie sind Teil eines Warnmittel-Mixes, zu dem auch Warn-Apps wie NINA, Cell Broadcast und der Rundfunk gehören.
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Red.










