Die Günter Grass Kulturtage Altdöbern laden vom 12. bis 15. Oktober zur Gesprächsreihe #Wortwechsel ins Lutherhaus ein. Den Auftakt macht ein Dokumentarfilm über das Dorf Lacoma, Regisseur René Schuster ist anwesend. Der Eintritt ist frei. Das teilten die Veranstalter mit.
Wortwechsel über Lacoma und einen verschwundenen Ort
Am Montag, 12. Oktober, um 19 Uhr läuft der Film „Lacoma – der Kohle im Weg“. Die 41-minütige Dokumentation aus dem Jahr 2025 hat die Umweltgruppe Cottbus produziert, Regie führte René Schuster. Laut Ankündigung wurde Lacoma 1992 als erstes Dorf aus Protest gegen den Braunkohleabbau besetzt. Junge Menschen aus der Lausitz setzten als „Neusiedler“ einen Kampf fort, der schon in der DDR begonnen hatte. Der Ort wurde mit Kunstaktionen und Gerichtsverfahren verteidigt, bis er 2007 dem Tagebau weichen musste.
Fünfzehn Jahre später treffen sich im Film ehemalige Aktive wieder und teilen ihre Erinnerungen. Der Film erzählt den Konflikt um Lacoma von 1983 bis 2007. Im anschließenden Gespräch geht es um Lacoma, die Veränderungen der Lausitz und um die Frage, was bleibt, wenn ein Ort verschwindet. Eine Anmeldung ist online möglich.
Dialogkonzert und Gesprächsabend mit DenkRaum Ost
Am Dienstag, 13. Oktober, folgt um 19 Uhr das Dialogkonzert „Frieden – es kann doch gehen?“. Band und Chor des UND e.V. verbinden dabei Musik, Lieder und Gespräche über Frieden im Dorf, in der Nachbarschaft, im Verein oder in der Familie.
Am Mittwoch, 14. Oktober, lädt DenkRaum Ost um 19 Uhr zum Abend „Ost.Wissen – Erfahrung als Zukunftskraft“ ein. Im Mittelpunkt stehen Wendebiografien, die Erfahrungen von Brückengenerationen und die Rolle von Vereinen und Engagement. Gefragt wird, was sich aus den ostdeutschen Umbrüchen für die Zukunft lernen lässt.
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Günter Grass in Altdöbern im Dokumentarfilm von 1992
Zum Abschluss des #Wortwechsel zeigen die Veranstalter am Donnerstag, 15. Oktober, um 19 Uhr den Film „Der unbekannte Ort – Musik aus Altdöbern“. Der Dokumentarfilmer Stefan Richter hat 1992 den Besuch von Günter Grass in Altdöbern festgehalten. Der 15-minütige Film aus einer ORB-Reihe zeigt Grass beim Zeichnen und im Austausch mit Menschen vor Ort. Im Anschluss läuft der Kurzfilm „Auch Versöhnung braucht Zeit“, ebenfalls von Stefan Richter aus dem Jahr 1992.
Alle Abende finden im Luthersaal am Markt 11 statt. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten. Mit einem Förderticket für 5 Euro lässt sich die weitere Entwicklung der Kulturtage unterstützen. Gefördert wird die Reihe #Wortwechsel durch die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Oberspreewald-Lausitz im Bundesprogramm „Demokratie leben!“. Die Günter Grass Kulturtage finden vom 9. bis 17. Oktober erstmals statt (wir berichteten). Das gesamte Programm steht auf grass-tage.de.
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Red. / Presseinformation














