Senftenberg bekommt ab 2027 ein neues Stadtbuskonzept und tritt der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen bei. Das haben die Stadtverordneten am Mittwoch mehrheitlich beschlossen, teilte die Stadt Senftenberg mit. Außerdem geht die Planung für den Neumarkt und für ein Wohngebiet an der Sedlitzer Bucht weiter.
Stadtbus in Senftenberg fährt bis 2037 nach neuem Konzept
Das Linienkonzept gilt von 2027 bis 2037. Die beiden Citylinien bleiben erhalten. Linie 1 fährt montags bis freitags alle 30 Minuten, Linie 2 stündlich, samstags fahren beide im Stundentakt. In den Sommerferien kommt ein Ferienshuttle im Zwei-Stunden-Takt hinzu. Betreiben wird den Stadtverkehr weiter die Verkehrsgesellschaft Oberspreewald-Lausitz. Laut Kostenschätzung bleibt für die Stadt ein Defizit von rund 237.000 Euro im Jahr.
Umstritten war vorab vor allem Sedlitz. Laut Beschlussvorlage entfallen die vier Einzelfahrten vom Bahnhof Sedlitz zum Busbahnhof Senftenberg, die Verwaltung verweist auf die Regionallinie 613. Die Stadt schreibt nach dem Beschluss, Sedlitz bleibe mit Bus und Bahn gut angebunden. Für Peickwitz, Niemtsch und Brieske Dorf sollen zusätzliche Angebote wie ein Ruf- oder Bürgerbus geprüft werden. Die Hintergründe zum Konzept stehen in unserem Vorbericht zur Sitzung.
Senftenberg wird Teil der historischen Stadtkerne
Mit dem Beitritt zur Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg will Senftenberg seine Altstadt stärker als Ausflugsziel herausstellen. In dem Netzwerk tauschen sich Städte über den Erhalt alter Bausubstanz, Stadtentwicklung sowie gemeinsame Kultur- und Tourismusprojekte aus. Neben der Altstadt nennt die Stadt auch die Gartenstadt Marga als besonderes Stück Stadtgeschichte. Der jährliche Beitrag liegt bei 10.500 Euro.
Voraussetzung für die Aufnahme ist laut Vorlage, dass mindestens 75 Prozent der Gebäude in der Altstadt vor 1918 gebaut wurden. Das sei bei der Arbeit an der Erhaltungssatzung geprüft und bestätigt worden. Der Bürgermeister soll einmal im Jahr über die Mitgliedschaft berichten.
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Neumarkt und Sedlitzer Bucht werden weiter geplant
Für die Fläche des ehemaligen Neumarkts haben die Stadtverordneten eine Vorplanung auf Antrag der Fraktion Gemeinsam für Senftenberg beschlossen. Vorgesehen sind familienfreundliche Angebote, barrierefreie Wege, mehr Schatten und Möglichkeiten zur Abkühlung, auch mit Wasser. Bereits eingereichte Bürgervorschläge sollen berücksichtigt werden, die Bürger werden an der Planung beteiligt. Über den Bau wird später entschieden, wenn eine Kostenschätzung vorliegt.
An der Sedlitzer Bucht soll ein neues Wohngebiet entstehen. Dafür muss der Flächennutzungsplan geändert werden. Den überarbeiteten Entwurf haben die Stadtverordneten zur Veröffentlichung freigegeben. Bürger und Behörden können dazu Stellung nehmen, bevor endgültig entschieden wird.
Spielgeräte und Rastplatz gehen auf Bürgervorschläge zurück
Mehrere Beschlüsse gehen auf das Bürgervorschlagsrecht zurück. Eine Rollstuhlschaukel und ein Rollstuhlkarussell kommen in die Spielplatzkonzeption der Stadt, wo sie stehen werden, wird noch geprüft. In der Klettwitzer Straße soll ein kleiner Wanderrastplatz mit Picknicktisch, Bänken und Abfallbehälter entstehen, dafür werden 2.808 Euro im Haushalt 2028 eingeplant. Am Parkplatz Dubinaweg sollen zwei Abfallbehälter besser sichtbar stehen, ein dritter kommt in die Nähe des Mühlendenkmals. Auch dieses Geld steht erst im Haushalt 2028.
Fertig ist die Stadtverordnetenversammlung in Senftenberg noch nicht. Mit dem öffentlichen Teil seien die Stadtverordneten nicht durchgekommen, die Beratung werde fortgesetzt, teilte die Stadt mit. Auf der Tagesordnung standen unter anderem noch zwei Anträge der AfD-Fraktion zur Hauptsatzung und zur Geschäftsordnung. Die Unterlagen zur Sitzung stehen im Bürgerinformationssystem der Stadt.
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Red. / Presseinformation












