Das Kunstgussmuseum Lauchhammer braucht 2027 mehr Geld von der Stadt. Zu den vertraglichen Zuschüssen sollen weitere 74.650 Euro kommen. Darüber entscheidet die Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch, 30. September. Auch zwei Anträge zu den Biotürmen und Mehrkosten am Kuthteich stehen auf der Tagesordnung.
Stiftung meldet Zuschussbedarf von 165.650 Euro
Die Stadt und die Stiftung Kunstgussmuseum Lauchhammer haben einen Vertrag über Museum und Touristinfo. Danach zahlt die Stadt jedes Jahr einen Festzuschuss von 61.000 Euro. Einen flexiblen Zuschuss von bis zu 30.000 Euro muss die Stadtverordnetenversammlung eigens freigeben. Das soll mit der Vorlage 2017/018/VI 7.Ä. für 2027 geschehen.
Das reicht laut Stiftung aber nicht. Ihr Finanzplan für 2027 weist Gesamtkosten von 201.850 Euro aus. Davon entfallen 139.710 Euro auf Personal und 62.140 Euro auf Sachausgaben. Nach Abzug eigener Erträge bleibt ein Zuschussbedarf von 165.650 Euro. Nach den vertraglichen 91.000 Euro fehlen also 74.650 Euro. Diese Summe soll die Stadt mit der Vorlage 2026/033/VIII zusätzlich zahlen, in zwei Raten im April und Juli 2027.
Die Verwaltung schreibt, ohne weiteres Geld sei der Betrieb nicht durchfinanziert. Eine Schließung von Kunstgussmuseum Lauchhammer und Touristinfo wäre laut Vorlage ein erheblicher Verlust für die Stadt. Stiftung und Stadt wollen gemeinsam an einem tragfähigen Konzept für Betrieb und Finanzierung arbeiten.
Zwei Anträge wollen die Biotürme erhalten
Eng damit verbunden sind die Biotürme. Sie gehören der Stiftung und ihrer Tochter Transformation 1535° gGmbH. Das Sanierungsprojekt ruht seit Dezember 2025, der Bauzustand lässt derzeit keine Führungen zu. Der Hauptausschuss hatte sich im August einstimmig für den Erhalt ausgesprochen (wir berichteten). Am 24. August gab es dazu eine Beratung mit dem Land.
Newsletter
Die Lausitz am Abend – in zwei Minuten
Jeden Abend das Wichtigste aus der Region – und donnerstags die Veranstaltungstipps fürs Wochenende. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
Die Fraktion Pro Lauchhammer will den Erhalt der Biotürme vorrangig verfolgen. Die Verwaltung soll ein Gutachten zu Zustand, Sicherung, Sanierung, Kosten und Förderung aller sechs Turmgruppen erstellen lassen, möglichst mit Fördermitteln Dritter. Über eine Sanierung soll erst danach entschieden werden. Das Kunstgussmuseum Lauchhammer soll nach dem Antrag erhalten bleiben. Es soll in dieser Phase aber auf einem wirtschaftlich vertretbaren Mindestniveau laufen. Nicht zwingende Entwicklungen könnten zurückgestellt werden.
Die Fraktion BFF setzt einen anderen Akzent. Sie will ein Bekenntnis der Stadt zu Biotürmen und Kunstgussmuseum gleichermaßen. Der Bürgermeister soll mit der Stiftung einen Projekt- und Maßnahmenplan erarbeiten. Er soll unter anderem die Statik der Türme, das Museumsprojekt Erz, Fördermittelfristen sowie Eigentum und Trägerschaft klären. Den Plan soll die Stadtverordnetenversammlung im Dezember 2026 beraten.
Stadt soll Mehrkosten am Kuthteich absichern
Am Kuthteich plant die LMBV unter anderem einen Rad- und Fußweg, einen Spielplatz und einen Turm zur Vogelbeobachtung (wir berichteten). Eine erste Ausschreibung war laut Vorlage 2026/037/VIII aufgehoben worden. Die neue Ausschreibung brachte am 21. September ein deutlich besseres Ergebnis. Inklusive eines Puffers von 15 Prozent für mögliche Nachträge ergibt sich dennoch ein Mehrbedarf von rund 202.450 Euro brutto.
Die Stadt soll diese Mehrkosten zunächst komplett absichern. Das betrifft auch den Anteil des Landes von rund 162.000 Euro. Zusammen mit dem noch fehlenden städtischen Eigenanteil geht es um rund 327.000 Euro. Das Geld soll aus dem Sondervermögen der Stadt kommen. Lauchhammer erwartet, dass das Land seinen Anteil spätestens 2028 erstattet. Grundlage soll ein neues Verwaltungsabkommen zur Braunkohlesanierung sein. Gebaut werden soll laut Vorlage von November 2026 bis Dezember 2027.
Sitzung im Speisesaal des Rathauses Lauchhammer
Die Stadtverordnetenversammlung tagt am Mittwoch, 30. September 2026, ab 18 Uhr im Speisesaal des Rathauses, Liebenwerdaer Straße 69. Die Zuschüsse für das Kunstgussmuseum Lauchhammer sind als Punkte 11 und 12 vorgesehen, die Biotürme als Punkte 21 und 22. Die Sitzung ist öffentlich, eine Einwohnerfragestunde ist eingeplant.
Weitere aktuelle Meldungen aus der Region
Heute in der Lausitz – Unser täglicher Newsüberblick
Mehr Infos und News aus der Lausitzer und Südbrandenburger Region sowie Videos und Social-Media-Content von heute findet ihr in unserer Tagesübersicht –>> Hier zur Übersicht
Uns bei Google als bevorzugte Quelle festlegen
Wer etwas googelt, bekommt neben den normalen Treffern eine Box mit aktuellen
Nachrichten. Legen Sie NIEDERLAUSITZ aktuell als bevorzugte Quelle fest,
erscheinen unsere Beiträge dort häufiger für Sie – und in den KI-Übersichten
von Google. Ein Klick genügt, danach sind Sie sofort wieder hier.
Falls der Knopf nicht angezeigt wird: niederlausitz-aktuell.de bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Red.











