Die Senftenberger Softwarefirma ZEDAS tritt seit diesem Jahr gemeinsam mit drei Schwesterfirmen aus den USA und Großbritannien auf. Auf der InnoTrans in Berlin zeigt sich der Verbund ab Dienstag erstmals zusammen. Der Standort mit gut 60 Beschäftigten bleibt.
Vier Firmen, ein Name und keine Fusion
Seit März 2026 treten vier eigenständige Softwareunternehmen unter dem Namen Waynova Group auf: ZEDAS in Senftenberg, Railroad Software und Automated Rail in den USA sowie Raspberry Software in Großbritannien. Alle vier entwickeln Software für den Bahnsektor.
Auf die Frage, was das gesellschaftsrechtlich bedeute, antwortet Ulrike Gollasch, Leiterin Marketing der Gruppe, ungewöhnlich deutlich: „Waynova ist ein Markenverbund, keine Fusion und keine Holding im gesellschaftsrechtlichen Sinn.“ Die ZEDAS GmbH bleibe eine eigenständige GmbH mit Sitz in Senftenberg, Vertragspartner ihrer Kunden und Arbeitgeber ihrer Beschäftigten.
Eigentümerin ist die Arcadea Group, ein auf Software spezialisierter Investor. Der halte Beteiligungen dauerhaft und sei nicht auf einen Weiterverkauf ausgerichtet, sagt Gollasch – „für ZEDAS bedeutet das Planungssicherheit für den Standort“.

Der eigentliche Grund ist der Marktzugang
Warum sich vier Firmen zusammentun, die weiter getrennt bleiben, hat einen nüchternen Grund. „Vertrieb, Kundenbetreuung, Marktkenntnis in den USA aufzubauen, kostet Jahre“, sagt Gollasch. „Über die Strukturen eines Schwesterunternehmens geht es deutlich schneller.“
Newsletter
Die Lausitz am Abend – in zwei Minuten
Jeden Abend das Wichtigste aus der Region – und donnerstags die Veranstaltungstipps fürs Wochenende. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
Konkret heißt das: Software aus Senftenberg kann künftig über bestehende Vertriebswege nordamerikanischen Bahnunternehmen angeboten werden – und umgekehrt. Kunden in Kanada und Uruguay hatte ZEDAS schon vor dem Zusammenschluss gewonnen.
Dazu kommt das Portfolio. Die vier Marken decken Instandhaltung, Bahnlogistik, Rangier- und Terminalbetrieb sowie Fahrgeldsicherung ab. Einzeln sei jedes davon eine Speziallösung, so Gollasch; zusammen ergebe sich ein Angebot über einen großen Teil des Bahnbetriebs.
Was das für den Standort Senftenberg heißt
In Senftenberg arbeiten nach Unternehmensangaben über 60 Menschen – gemessen an der Mitarbeiterzahl ist ZEDAS damit das größte Unternehmen der Gruppe. Entwicklung, Vertrieb, Projektarbeit und der 24-Stunden-Support sitzen hier. Die Software läuft nach Angaben des Unternehmens bei Bahnen in mehr als acht Ländern.
Das Team arbeite zunehmend internationaler, sagt Gollasch – mit Kunden im Ausland ohnehin, inzwischen auch täglich mit Kollegen in anderen Zeitzonen. Strategie und operative Prozesse in Vertrieb, Marketing und Professional Services werden den Angaben zufolge von Senftenberg aus für mehrere Gesellschaften der Gruppe verantwortet.
In der Geschäftsführung hat es einen Wechsel gegeben: Gründer Wolfgang Jahn hat die Geschäfte an Jake Micsak übergeben, der Waynova und die ZEDAS GmbH verantwortet. Marc Neuber ist seit dem 1. September ebenfalls Geschäftsführer.
Ab Dienstag gemeinsam auf der InnoTrans
Auf der Bahnmesse InnoTrans in Berlin tritt die Gruppe vom 22. bis 25. September erstmals gemeinsam auf, im CityCube in Halle B an Stand 110. Gezeigt wird das gesamte Portfolio an einem Stand, von der Instandhaltung bis zur automatischen Waggonerfassung.
In drei Jahren soll Waynova als Marke im Bahnsektor etabliert sein, sagt Gollasch, und deutlich mehr Kunden international erreichen – für ZEDAS vor allem in Nordamerika. Zu Umsatzzahlen äußert sich die Gruppe nicht.
Weitere aktuelle Meldungen aus der Region
Heute in der Lausitz – Unser täglicher Newsüberblick
Mehr Infos und News aus der Lausitzer und Südbrandenburger Region sowie Videos und Social-Media-Content von heute findet ihr in unserer Tagesübersicht –>> Hier zur Übersicht
Uns bei Google als bevorzugte Quelle festlegen
Wer etwas googelt, bekommt neben den normalen Treffern eine Box mit aktuellen
Nachrichten. Legen Sie NIEDERLAUSITZ aktuell als bevorzugte Quelle fest,
erscheinen unsere Beiträge dort häufiger für Sie – und in den KI-Übersichten
von Google. Ein Klick genügt, danach sind Sie sofort wieder hier.
Falls der Knopf nicht angezeigt wird: niederlausitz-aktuell.de bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Red. / Presseinformation







