Brandenburg schrumpft – und zwar so stark wie seit der Wende nicht mehr. 2025 standen im Land 14.495 Geburten 35.743 Sterbefällen gegenüber. Der daraus resultierende Sterbeüberschuss von 21.248 Personen ist der höchste seit Beginn der Erfassung 1990, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt. Besonders deutlich fällt der Rückgang in den Kreisen Südbrandenburgs aus.
Spree-Neiße und Elbe-Elster mit den stärksten Verlusten
Der Blick auf die Landkreise zeigt, wie ungleich sich die Entwicklung verteilt. In Spree-Neiße kamen 2025 nur 495 Kinder zur Welt, während 1.851 Menschen starben – ein natürliches Minus von 1.356 Personen und zugleich die landesweit niedrigste Geburtenrate. In Elbe-Elster (528 Geburten, 1.734 Sterbefälle, −1.206) wurde mit 17,8 Sterbefällen je 1.000 Einwohner die höchste Sterberate Brandenburgs registriert. Auch Oberspreewald-Lausitz (−1.175), Dahme-Spreewald (−1.213) und die Stadt Cottbus (620 Geburten, 1.445 Sterbefälle, −825) verzeichnen einen deutlichen Überschuss der Sterbefälle.
Was hinter den Zahlen steckt
Der natürliche Rückgang bedeutet nicht zwangsläufig, dass in jedem Kreis auch die Einwohnerzahl sinkt – Zuzüge können ihn abmildern. In Südbrandenburg fällt diese Abmilderung jedoch gering aus: Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz gehörten 2025 zu den Kreisen mit dem größten Einwohnerverlust im Land. Anders das nördlich gelegene, berlinnahe Dahme-Spreewald, das trotz Sterbeüberschuss unter dem Strich wuchs. Die Bevölkerungsvorausschätzung sieht für die Lausitzer Kreise bis 2040 die stärksten Rückgänge im Land voraus – ein Befund, der die Debatte um Daseinsvorsorge, Ärztemangel und Fachkräftesicherung in der Region weiter befeuern dürfte.
Heute in der Lausitz – Unser täglicher Newsüberblick
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Symbolfoto: manwalk, www.pixelio.de
Red.




