Der Innovationspreis Berlin Brandenburg 2025 setzt ein starkes Zeichen für die technologische Zukunft der Hauptstadtregion. Fünf Unternehmen wurden am 28. November in Wildau ausgezeichnet – darunter die in der Lausitz ansässige pyropower GmbH aus Cottbus, die mit ihrem neuen Energiesystem einen wichtigen Schritt Richtung CO₂-negative Energieversorgung geht.
Preis würdigt Innovationskraft in Berlin und Brandenburg
Der Innovationspreis ist seit Jahren ein zentrales Instrument der gemeinsamen Innovationsstrategie innoBB 2025. Er soll die Fortschritte in Schlüsselbereichen wie Energietechnik, Optik, Photonik, Gesundheitswirtschaft sowie Informations- und Kommunikationstechnologien sichtbar machen. Wirtschaftsminister Daniel Keller und Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey betonten in Wildau die Bedeutung innovativer Unternehmen für die gesamte Region. Laut Presseinformation gingen über 100 Bewerbungen ein, aus denen die Jury fünf Gewinner auswählte.

Die Preisträger 2025 im Überblick
Die ausgezeichneten Innovationen decken ein breites Spektrum ab: von Hightech-Lasertechnologie bis hin zu nachhaltiger Energieverwertung. Die ConScope GmbH überzeugte mit einem hochempfindlichen Monitoringsystem für Brücken, während die DiGOS Potsdam GmbH ein Glasfasersensorsystem entwickelte, das Veränderungen in kritischer Infrastruktur sichtbar macht. Außerdem erhielt die QuSinus GmbH einen Preis für Laser-basierte Signalgeneratoren für zukünftige Kommunikationsnetze. SOLYCO TECC aus Berlin wurde für eine ressourcenschonende Zellverschaltung ohne Silber und Blei ausgezeichnet.
pyropower aus Cottbus: CO₂-negative Energie
Das Lausitzer Unternehmen pyropower GmbH aus Cottbus ist einer der Preisträger. Das Unternehmen wurde bereits früher ausgezeichnet, erreicht nun jedoch mit dem neuen Pyro-ClinX-System einen wesentlichen Technologiesprung. Das Energiesystem kombiniert erstmals weltweit Pyrolyse und Mikrogasturbine, sodass holzbasierte Reststoffe gleichzeitig in grünen Strom, grüne Wärme und Pflanzenkohle umgewandelt werden. Dieses Verfahren abreitet CO₂-negativ und kann damit einen aktiven Beitrag zur Dekarbonisierung in der Region leisten.

Durch die Skalierbarkeit und Wirtschaftlichkeit des Systems eröffnet pyropower neue Perspektiven für eine klimafreundliche Energieversorgung – ein zukunftsweisendes Signal für die Lausitz, die sich im Strukturwandel befindet. Die Technologie zeigt, wie regionale Unternehmen Innovationen entwickeln, die weit über Brandenburg hinaus Bedeutung besitzen.
In einem Statement hebt pyropower-CEO Lucie Töpfer die Bedeutung der Auszeichnung hervor. Sie beschreibt, wie lang der Weg für das Team gewesen sei und welchen Stellenwert der Preis für das Unternehmen hat: „Seit vielen Jahren habe ich persönlich davon geträumt, genau diesen Preis mit und für unser Team zu gewinnen. Gestern ist passiert, woran ich nicht mehr geglaubt habe: Wir sind Gewinner des Innovationspreises Berlin-Brandenburg 2025.“ Besonders stolz sei sie darauf, dass die Jury die erfolgreiche Markteinführung der Pyro-ClinX-Technologie anerkenne, „die Industrieunternehmen und Gemeinden mit nachhaltiger Energie versorgt und dabei gleichzeitig wirtschaftlich aktives CDR ermöglicht“. Töpfer erklärt weiter, dass der Aufbau eines Hardware-Unternehmens mit großen persönlichen Risiken, schwierigen Entscheidungen und vielen intensiven Phasen verbunden sei. „Und deshalb fühlt sich dieser Preis gerade so besonders an, weil er zeigt, dass sich Durchhalten lohnt und dass der Glaube an die Lösung und Technologie einen Unterschied macht.“
Weitere Innovationen nominiert
Zu den weiteren Nominierten zählten zudem mehrere Unternehmen mit starkem Zukunftsbezug. Dazu gehören AssistMe mit einer KI-basierten Pflegetechnologie, das Optimierungsunternehmen atesio, die Medienanalyse-Spezialisten von Gretchen AI sowie STOFF2 mit einer innovativen Elektrolysetechnologie. Auch Wasteer war nominiert – ein KI-gestütztes System, das die Abfallverwertung in Echtzeit analysiert. Die Nominierungen zeigen die thematische Breite und Dynamik der Innovationslandschaft in der Hauptstadtregion.
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Red. / Presseinformation
Fotos: Agentur Medienlabor | Stefan Schubert













