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Ruhland Montag, 24 April 2017 20:21 |  von Redaktion

Schulen im OSL-Kreis setzen auf gemeinsames Lernen

Schulen im OSL-Kreis setzen auf gemeinsames Lernen

Insgesammt 6 Schulen (Pestalozzi-Grundschule Großräschen, Grundschule “Paul Noack“ Schipkau, Grund-und Oberschule Calau, Grund- und Oberschule Ruhland, Grundschule Guteborn und Oberschule „Ehm Welk“ Lübbenau/Spreewald) im OSL-Kreis bieten vom kommenden Schuljahr an gemeinsamen Unterricht für Kinder und Jugendliche mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf an. Sie setzen das Konzept „Gemeinsames Lernen“ um und schaffen so die Grundlage für mehr Miteinander unterschiedlich begabter Schülerinnen und Schüler. „Kinder und Jugendliche, die besondere Unterstützung brauchen, können so leichter einen anerkannten Schulabschluss erreichen und ihre Chancen im späteren Berufsleben verbessern“, erklärte die SPD-Landtagsabgeordnete Gabriele Theiss. Das haben sich viele Eltern gewünscht. „Überdies nützt das gemeinsame Lernen allen Schülerinnen und Schülern, weil die beteiligten Schulen zusätzliche Lehrkräfte einstellen können und die soziale Entwicklung bei allen Kindern und Jugendlichen durch Vielfalt gefördert wird.“

Für die beteiligten Schulen stellt die Landesregierung 23 Millionen Euro zur Verfügung. Insgesamt sollen in Brandenburg 432 zusätzliche Lehrkräfte das Konzept „Gemeinsames Lernen in der Schule“ unterstützen. Die Schulen können auch Sonderpädagogen einstellen, um die besten Voraussetzungen für das gemeinsame Lernen zu schaffen. „Unterrichteten bisher nur Grundschulen nach dem Inklusionskonzept, so steht nun auch Oberschulen und Gesamtschulen dieser Weg offen“, sagte Gabriele Theiss. „Je früher das gemeinsame Lernen beginnt, desto besser können sich alle darauf einstellen und die Vorteile gegenüber dem getrennten Unterricht nutzen.“

Bei rund 16.000 der mehr als 230.000 Schülerinnen und Schüler in Brandenburg ist ein sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt worden – bei den meisten in den Bereichen Lernen, emotionale und soziale Entwicklung oder Sprache. Voraussetzung für die Auswahl der Schulen zum gemeinsamen Lernen ist unter anderem die freiwillige Teilnahme der Schulen,  ein schuleigenes Konzept und die Zustimmung des jeweiligen Trägers.​

pm/red

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