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Cottbus Montag, 06 Februar 2017 16:51 |  von Redaktion

Keine Einigung bei Tarifverhandlungen für die Beschäftigten bei Pro Seniore in Cottbus

Keine Einigung bei Tarifverhandlungen für die Beschäftigten bei Pro Seniore in Cottbus

Bei den Tarifverhandlungen für die rund 100 Beschäftigten der zwei Cottbuser Unternehmen Residenz Cottbus gGmbH und Residenz Am Wasserturm gGmbH des bundesweiten  Pro-Seniore-Konzerns konnte bislang keine Einigung über eine Tariferhöhung ab dem 1. Januar  2017 erzielt werden. Die Beschäftigten demonstrieren daher am Dienstag, den 7. Februar 2017 während des Dienstes mit einer T-Shirt-Aktion.

Die rund 50 Beschäftigten in der Früh- und Spätschicht werden am 7. Februar 2017 im Dienst jeweils ein T-Shirt mit dem Aufdruck auf der Vorderseite „Wir sind mehr wert. Jetzt Tarifvertrag“ und auf der Rückseite „Wir haben mehr verdient. Nicht ohne Tarifvertrag“ tragen.

Am 7. Februar wird es zusätzlich um 9:30 Uhr sowie um 15 Uhr zu einer Protestaktion der Früh- bzw. Spätschicht vor dem Haupteingang zur Pro Seniore Residenz am Fontaneplatz kommen.

Bei den Tarifverhandlungen am 10. Januar 2017 hatte Pro Seniore eine Entgelterhöhung von 1,5% ab Januar 2017 und weiteren 1,5% ab Juli 2017 angeboten, wenn die Gewerkschaft ver.di bereit ist, die Tarifverhandlungen zu einer Entgelttabelle und zu einer Entgeltordnung auf Januar 2018 zu verschieben.

Die Gewerkschaft ver.di steht schon seit dem Herbst 2015 mit Pro Seniore in Tarifverhandlungen. Nach einem Warnstreik am 26. April 2016 konnten sich Pro Seniore und ver.di auf einen Vorschalt-Tarifvertrag verständigen, der eine Entgelterhöhung um 3,5% bis 5% rückwirkend ab Januar 2016 zum Inhalt hatte. Gleichzeitig war vereinbart, die Tarifverhandlungen bis Ende 2016 abzuschließen, damit zum 1. Januar 2017 ein neuer Tarifvertrag in Kraft treten kann.

„Die 1,5%-Entgelterhöhung lehnt die ver.di-Tarifkommission als völlig unzureichend ab“, so der ver.di-Verhandlungsführer Ralf Franke. Eine Pflegefachkraft bei Pro Seniore in Cottbus erhält zwischen 4,5% (mit 1 Jahr Berufserfahrung) bis 32 % (mit 15 Jahren Beschäftigungszeit) weniger monatliches Entgelt, als eine vergleichbare Pflegefachkraft nach dem Tarifvertrag mit der Seniorenzentrum „Albert-Schweitzer“ gGmbH im Landkreis Elbe-Elster.

Eine Pflegekraft (Helfer) bei Pro Seniore in Cottbus erhält zwischen 7% (ohne Berufserfahrung) bis 41% (mit 15 Jahren Beschäftigungszeit) weniger Entgelt, als eine vergleichbare Pflegefachkraft nach dem Tarifvertrag mit der Seniorenzentrum „Albert-Schweitzer“ gGmbH im Landkreis Elbe-Elster.

Die ver.di-Tarifkommission fordert zusätzlich eine Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld), die der Höhe nach mindestens dem Betrag nach dem Tarifvertrag mit der Seniorenzentrum „Albert-Schweitzer“ gGmbH im Landkreis Elbe-Elster entsprechen muss. Die Beschäftigten bei der Seniorenzentrum „Albert-Schweitzer“ gGmbH erhalten nach dem ver.di-Tarifvertrag eine Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld) in Höhe von 67,5% des monatlichen Entgeltes. Dies entspricht rund 5% des Jahresentgeltes.

Für die Wechselschichtarbeit fordert die ver.di-Tarifkommission eine Wechselschichtzulage in Höhe von 105 EUR (bei Teilzeit anteilig) und für die Schichtarbeit eine Schichtzulage in Höhe von 40 EUR (bei Teilzeit anteilig), wie sie jeweils auch im Tarifvertrag mit der Seniorenzentrum Albert-Schweitzer gGmbH im Landkreis Elbe-Elster vereinbart sind.

pm/red

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