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Cottbus Montag, 14 November 2016 14:47 |  von Redaktion

Theaterstück zum NSU-Komplex in Cottbus

Theaterstück zum NSU-Komplex in Cottbus

Der NSU-Komplex ist das Thema des satirischen Theaterstücks „A wie Aufklärung“, das Cottbus Nazifrei am 16.11. um 19 Uhr in Kooperation mit dem Demokratischen Jugendforum Brandenburg e.V. im Familienhaus Cottbus zeigt. Die Schauspieler_innen des nö-theaters aus Köln machen im Rahmen ihrer fünftägige Tour durch Brandenburg Halt im Familienhaus Cottbus. Nach dem mehrfach ausgezeichneten Stück „V wie Verfassungsschutz“ befasst sich das nö-theater auch in ihrem neuen Stück mit dem Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) und der Verwicklung der Verfassungsschutzbehörden in diesen Komplex.

„Fünf Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU wollen wir die Taten der rechten Terrorgruppe nicht in Vergessenheit geraten lassen. Das Stück soll auf eine satirische Weise dazu anregen, den Aufklärungsprozess zum NSU kritisch zu begleiten.“, so Luise Meyer von Cottbus Nazifrei.

Auch wenn die Aufklärungsversuche rund um den NSU seit längerem nicht mehr in den Medien präsent sind, so sind sie noch lange nicht abgeschlossen. In „A wie Aufklärung“ werden die Taten des NSU wieder aus dem Aktenschrank geholt und von verschiedenen Seiten betrachtet. Trotz aller Versprechungen sind auch 5 Jahre nach der Selbstenttarnung der Neonazis noch viele Fragen offen. Das nö-theater leistet eine Anregung zur Klärung dieser Fragen. Dabei geht es stets darum die Perspektive der Betroffenen zu stärken, was in der bisherigen Aufarbeitung leider oftmals fehlte.

Das Demokratische Jugendforum Brandenburg e. V. organisierte in Kooperation mit verschiedenen Vereinen und Initiativen aus 5 Städten eine Theatertour durch Brandenburg. Stefan Hinze, Sprecher des Organisationskreises der Theatertour erklärt dazu: „Uns ist es wichtig die Arbeit des nö-theaters zu unterstützen und einen Raum für eine kritische Auseinandersetzung mit dem NSU und den gesellschaftlichen Verhältnissen, aus denen er erwachsen ist, herzustellen. Viel zu selten wird auf die Kontinuität und Aktualität des rechten Terrors in Deutschland hingewiesen.“

pm/red

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