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Brandenburg Samstag, 19 März 2016 07:00 |  von Redaktion

Equal Pay Day am 19. März

Equal Pay Day am 19. März Foto: BILDHAUS Karoline Wolf

Frauenministerin Golze: Entgeltunterschiede überwinden

 

Frauen in aller Welt machen am „Equal Pay Day“, dem internationalen Aktionstag für Entgeltgleichheit, auf diskriminierende Lohnlücken aufmerksam. So beträgt die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern in Deutschland nach wie vor rund 22 Prozent. In Ostdeutschland verdienen Frauen durchschnittlich 9 Prozent weniger als Männer. Frauenministerin Diana Golze fordert, die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern endlich zu schließen: „Frauen dürfen bei Gehaltsverhandlungen nicht länger benachteiligt werden, sie müssen das gleiche Entgelt für gleiche und gleichwertige Arbeit wie ihre männlichen Kollegen erhalten. Und sie verdienen es auch.“

Das Datum des bundesweiten Aktionstages markiert den Zeitraum, den Frauen in Deutschland über das Jahresende hinaus arbeiten müssen, um bei gleicher Arbeit auf das Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen. In diesem Jahr lautet das Motto: „Berufe mit Zukunft. Was ist meine Arbeit wert?“ (www.equalpayday.de).

Diana Golze 3 jpg 16113736 F BILDHAUS. Karoline WolfDiana Golze: „Wir haben in Brandenburg eine geringere Benachteiligung der Frauen als im Bundesschnitt, der Equal Pay Day bei uns wäre bereits am 29. Januar gewesen. Aber auch Brandenburgerinnen sind benachteiligt und verdienen bei gleicher Arbeit im Schnitt acht Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Und viele Frauen arbeiten unfreiwillig immer noch in Teilzeit und in Minijobs. Das hat fatale Auswirkungen auf den Geldbeutel und später auch auf die Rente. Auch deshalb sollten sich alle Brandenburgerinnen und Brandenburger an den Aktionen zum Equal Pay Day beteiligen.“

Initiativen zur Entgeltgleichheit in Brandenburg werden Teil des neuen Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramms sein, das in diesem Jahr in Kraft treten soll. Monika von der Lippe, die Gleichstellungsbeauftragte des Landes Brandenburg hebt hervor: „Wenn wir uns vor Augen halten, dass Frauen bis heute, also 79 Tage seit Jahresbeginn, statistisch gesehen umsonst gearbeitet haben, zeigt das die Dramatik des Problems. Es kann nicht sein, dass Deutschland in Punkto gleicher Bezahlung von Frauen und Männern europaweit noch immer Schlusslicht ist. Wir müssen endlich die Ursachen bekämpfen. Zwar haben Frauen in besonderem Maße von der Einführung des Mindestlohns profitiert. Sie verdienen aber nach wie vor weniger, weil sie in schlechter bezahlten typischen Frauenberufen arbeiten, in Teilzeit beschäftigt sind und deutlich seltener Leitungs- und Führungsaufgaben wahrnehmen als Männer. Wir brauchen ein Neudenken der Rollenbilder. So kann über ein verändertes Berufswahlverhalten von Mädchen und Jungen eine größere Ausgewogenheit der Geschlechterverteilung in allen Berufszweigen erreicht werden. Und wir müssen frauentypische Berufe, zum Beispiel in der Pflege und Erziehung, gesellschaftlich und finanziell deutlich aufwerten.“

 

 

 

Am 28. April 2016 findet in Brandenburg der 14. Zukunftstag für Mädchen und Jungen statt. Mitmachen können Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7, Eltern, Lehrkräfte und natürlich Unternehmen und Einrichtungen, die ihre Türen an diesem Tag für die Jugendlichen öffnen. Der Zukunftstag soll Mädchen wie Jungen ermutigen, auch untypische Berufe kennenzulernen. Auch das Sozialministerium bietet Plätze an. Der Zukunftstag wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. www.zukunftstagbrandenburg.de

 

 

Fotos: BILDHAUS Karoline Wolf
Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg

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