Landkreis
Lübbenau/Spreewald Dienstag, 19 Mai 2020 von Redaktion

36 Tonnen-Kran aus Spreewaldfließ geborgen

36 Tonnen-Kran aus Spreewaldfließ geborgen

Pünktlich zum bevorstehenden Feiertag Christi Himmelfahrt können die Bauarbeiten am Leiper Weg in Lübbenau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) so abgeschlossen werden, dass ab sofort eine eingeschränkte Nutzung des Weges möglich ist. Die weiteren Arbeiten am Weg und den Brücken werden dann nur noch werktags (Montag bis Freitag) durchgeführt und die Baustelle danach entsprechend abgesichert, so dass der Leiper Weg nun an Wochenenden und Feiertagen für den Verkehr wieder freigegeben werden kann. Voraussetzung hierfür war aber auch die Bergung eines bereits am 7. April 2020 im Spreewaldfließ verunglückten Baukrans. Dieser brachte ein für den Brückenbau notwendiges Brückenelement als plötzlich der Boden unter dem 36 Tonnen schweren Baufahrzeuges wegrutschte.

Bergung kompliziert

In der Folge kippte das Fahrzeug um und landete im Fließ. Der Fahrer konnte sich glücklicherweise unverletzt aus dem Fahrzeug retten. Die Unfallstelle wurde mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr Lübbenau gesichert, eine auslaufende ölige Flüssigkeit gebunden und der Bereich seitdem täglich durch die Feuerwehr kontrolliert. Auch bei einem weiteren Vor-Ort-Termin am 12. Mai 2020 konnten keine Auswirkungen auf die Umwelt durch den immer noch im Wasser liegenden Kran festgestellt werden.

Die Bergung des Krans bereitete auf Grund des schmalen und von Wasser umgebenen Weges größere Probleme und erforderte weitgehende Vorbereitungen. An diesem Wochenende war es dann soweit. Der Kran konnte erfolgreich mit Hilfe eines weiteren Krans geborgen werden. Danach war es der beauftragten Baufirma wieder möglich auch mit größeren Fahrzeugen zur Uska Luke zu fahren und die Arbeiten hier wie geplant fortzusetzen.

Unzureichende Vorbereitung führt zu Unfall

„Wir sind froh, dass der Kran nun endlich geborgen und die Schäden weitestgehend behoben sind. Der Unfall war sehr bedauerlich und leider die Folge einer unzureichenden Vorbereitung eines durch die Stadt beauftragten Bauunternehmens und einer damit im Zusammenhang stehenden fehlenden Abstimmung bezüglich der Kranzufahrt – es handelte sich demnach um Eigenverschulden des Bauunternehmens. Die letztliche Bergung war eine große Herausforderung, die nun aber erfolgreich gemeistert wurde. Wir freuen uns umso mehr, dass wir nun neben der Freigabe der ersten Brücke auch den Leiper Weg an Wochenenden und Feiertagen für Radfahrer und Wanderer zusätzlich freigeben können.“ informiert der Fachbereichsleiter Stadtentwicklung Sven Blümel. 

Hintergrund

Seit dem letzten Jahr sind am Leiper Weg bereits zwei Brücken im Bau und drei weitere, einschließlich der Brücke über die Uska Luke müssen noch folgen. Aus diesem Grund war es bis zum damaligen Zeitpunkt notwendig, den Leiper Weg bis voraussichtlich Ende September 2020 zu sperren. Von der Sperrung waren Radfahrer und Fußgänger betroffen, aber auch Boots- und Kahnfahrer, da verschiedene Gewässer (Uska Luke, Alter Semisch, Banscerowa, Semisch und E-Kanal sowie das erste Teilstück Erster Freiheitskanal) gesperrt werden mussten. Seit Beginn der Baumaßnahme war es geplant, dass die für den Tourismus besonders wichtige Durchfahrt Uska Luke auf dem Wasserweg ab Himmelfahrt wieder befahrbar sein soll.

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