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Hindenberg Donnerstag, 03 Mai 2012 von Lars Hartfelder

Engländer siegt auf Lübbenauer Sandbahn

Engländer siegt auf Lübbenauer Sandbahn

LÜBBENAU/HINDENBERG Spannende Action, jede Menge Staub und laute Motoren haben die Zuschauer bei der Traditions-Veranstaltung am 1. Mai im Lübbenauer Sandbahn-Stadion erlebt.

Der Engländer Andrew Appleton sammelte aus den acht Wertungsläufen die meisten Punkte und wurde Gesamtsieger. Vladimir Trofimov aus der Ukraine fuhr auf Platz zwei, vor dem Tschechen Richard Wolf. 3000 Fans bejubelten die Sandbahnspezialisten. Das war die größte Besucherzahl in den vergangenen zehn Jahren.
Die heißen Temperaturen im Motorsport-Zentrum Lübbenau/Hindenberg verlangten den Fahrern alles ab. Immer wieder musste die Strecke gewässert werden, um der starken Staubentwicklung entgegenzuwirken. Dramatisch wurde es im vierten Lauf. Appleton führte bis zur letzten Kurve, ehe seine Technik streikte. Mit letztem Einsatz schob er anschließend die Maschine über die Ziellinie, um zumindest noch einen Wertungspunkt zu ergattern.
Enrico Janoschka, der in den vergangenen drei Jahren die Lübbenauer Sandbahnrennen gewonnen hatte, fuhr diesmal nicht vorn mit und belegte Platz fünf. Der Routinier hatte vor allem beim Start Probleme und war an der ersten Kurve meistens schon zu spät dran. Bester B-Lizenz-Fahrer wurde Tom Lamek, gefolgt von Stefan Repschläger und Sven Mannot.
Zwei bittere Ausfälle hatten die Veranstalter am Vormittag zu verkraften. Der deutsche Spitzenfahrer Robert Baumann fuhr im freien Training beide Maschinen kaputt. Lokalmatador Michael Diener konnte aufgrund eines Motorschadens seiner mit Methanol betriebenen 500 ccm-Maschine ebenfalls nicht antreten. "Die beiden Ausfälle waren natürlich großes Pech", sagte MSC-Sportler Henry Pfeiffer, der sich mit dem Verlauf der Veranstaltung dennoch sehr zufrieden zeigte. "Die Zuschauer haben hochklassigen Sandbahn-Sport geboten bekommen."
Den Tagessieg in der Quad-Wertung holte sich überraschend Jasmin Dersch. Die 19-jährige Newcomerin sammelte die meisten Punkte und verwies den Deutschen Dony Becker sowie Jürgen Elmecker aus Österreich auf die Plätze. Mit beeindruckender Kurventechnik und riskanten Überholmanövern überzeugte sie die Zuschauer, die der jungen Fahrerin viel Applaus schenkten.
Beeindruckend war auch das Rennen der alten Hot Rods direkt nach der Eröffnung. Die amerikanischen Oldtimer aus den 1930er- und 40er-Jahren bewiesen, dass sie noch immer jede Menge Power haben.