Nachdem bereits am letzten Wochenende die Ströbitzer Jugend durch den Ort auf Zamper-Tour war, ist an diesem Samstag im Cottbuser Ortsteil mehr als 100jähriges Brauchtum zu erleben.
Die wendische Fastnacht – auch Zapust genannt – verbreitet Vorfreude auf das kommende Frühjahr und vertreibt mit viel Lärm den Winter. Der Zapustumzug ist der Höhepunkt der Fastnacht. Mit zünftiger Musik der Ströbitzer Musikanten und Gesang zogen heute 34 Paare und 10 Kinder durch die Straßen. Die Mädchen tragen an diesem Tag die wendische Festtagstracht. Das Ankleiden wird bis heute meist von den älteren Frauen, den Ankleidefrauen, übernommen. Unzählige Stecknadeln kommen hierbei zum Einsatz. Jede Falte der reich bestickten Röcke muss sitzen. Die Mädchen stecken den Burschen einen Strauß mit farbigen Bändchen an den Hut oder ans Revers.
Kalt war’s
Nach einer Gedenkminute am Ehrenmal für die Opfer des Ersten Weltkrieges auf dem Ströbitzer Dorfanger traf sich der Festzug unter den Augen vieler Zuschauer um 14 Uhr am Nevoigtplatz zum Fototermin. Die Damen legten hierfür ihre Jäckchen und Armstulpen ab. Bei diesen frostigen Temperaturen sicherlich kein Vergnügen. Aber wie heißt es doch: Wer schön sein will … muss lächeln.
Am Abend wird ab 19:30 Uhr in der Vereinsgaststätte „Auf Wacker“ mit den „Ströbitzer Blasmusikanten“ und „DJ TIMOBIL“ kräftig getanzt (Eintritt 8 Euro).
Fotos: Simone Noack

























